Von der Kunst des Bierbrauens

Der Lustenauer Florian Kremmel ist österreichischer Staatsmeister im Bierbrauen.
Der Lustenauer Florian Kremmel ist österreichischer Staatsmeister im Bierbrauen. ©bvs
 Florian Kremmel ist österreichischer Staatsmeister im Bierbrauen.
Von der Kunst des Bierbrauenst

 

Lustenau „Mich interessiert in erster Linie das Experimentieren beim Brauprozess“, beginnt Florian Kremmel seine Ausführungen. Der Lustenauer ist begeisterter Hobby-Bierbrauer und kreiert in seiner Garage schon seit zehn Jahren das beliebte Getränk. Die hochwertigen Zutaten, die Kremmel dafür verwendet, spiegeln sich im Geschmack wider. Das hat auch die internationale Jury der Austrian Beer Challenge in Wien vergangenes Wochenende erkannt: Kremmel erhielt Gold für vier seiner Biersorten und wurde als beste Kleinbrauerei Österreichs mit dem Staatstitel ausgezeichnet. Auch erhielten alle seine Biersorten ein Qualitätssiegel, das IG-Zertifikat.

Ausgewogene Aromen im optimalen Verhältnis

Seine Experimentierfreudigkeit wurde dieses Jahr besonders belohnt. Von zwölf eingereichten Sorten landeten acht davon auf dem Podest. „Ich habe zum vierten Mal bei der Austrian Beer Challenge in Wien mitgemacht und dieses Jahr habe ich gleich mehrere Gold-Auszeichnungen erhalten“, sagt Kremmel stolz. Seine Biersorten „Black Ernest“, „Feldwebel“, „Nebelparder“ und „Zünzlar“ landeten allesamt auf Platz eins. Die Sorte „Feldwebel“ überzeugte sogar derart, dass die Jury für dieses Bier bezahlen würde, wäre es ein gewerblich gebrautes Bier. Insgesamt 65 Juroren verkosteten an drei Tagen 644 Sorten Bier, die von Privatbrauereien und gewerblichen Herstellern bei der Austrian Beer Challenge eingereicht wurden. Dabei wurden die Biere nach Geruch, Aussehen, Geschmack, Mundgefühl und dem Gesamteindruck bewertet.

Kreatives Brauen

Kremmel braut sein Bier lediglich für den Privatgebrauch. „Ich mache das als Hobby. Es ist interessant, wie sich der Geschmack mit den unterschiedlichen Zutaten und anderen Mischverhältnissen verändert“. Kein Bier wird bei ihm zweimal gebraut. „Meine Freunde dürfen dann meine Brauergebnisse testen und mir ein ehrliches Feedback geben“, sagt er. Sogar mit einem eigenen Etikett sind die selbstgebrauten Biersorten gekennzeichnet.

Nachhaltig und hochwertige Rohstoffe

„Beim Brauen wird alles verwertet. Aus den Brauresten backen wir in der Familie ein Treberbrot und den Rest bringe ich zu einem Bauern“, so Kremmel. Das schwierigste am Bierbrauen ist für ihn jedoch nicht der Prozess an sich, sondern die Namensfindung für die neu erschaffenen Biere. „Alle Biernamen haben eine persönliche Geschichte und sind entweder an Personen oder persönliche Erlebnisse geknüpft.“ Das mache das Bier gleich nochmals interessanter, erzählt er schmunzelnd. Mit zahlreichen Auszeichnungen ist Kremmel von Wien nach Lustenau heimgekehrt. Diese erhalten nun einen würdigen Platz bei sich zu Hause. Voller Freude öffnet er eine Flasche selbstgebrautes Bier in seiner hauseigenen Bar und lässt sich die Aromen auf der Zunge zergehen. Zum Wohl. bvs

 

 

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