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Von der Hypo könnten heuer noch 9 Mrd. Euro ins Budget durchschlagen

"Wiener Zeitung": Übertragung von maroden Hypo-Milliarden in Bad Bank nicht möglich.
"Wiener Zeitung": Übertragung von maroden Hypo-Milliarden in Bad Bank nicht möglich. ©EPA
Mögliche neue Probleme bei der Verwertung der staatlichen Problembank Hypo Alpe Adria sind aufgetaucht. Die Übertragung maroder Hypo-Vermögenswerte über 13 Mrd. Euro in eine Bad Bank ist laut einem anonymen Regierungsinsider in der "Wiener Zeitung" rechtlich nicht möglich. Würden 70 Prozent wertberichtigt, blieben 9 Mrd. Euro, die noch heuer im Staatsbudget zu Buche schlagen würden.
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“Die Idee alle Vermögenswerte der Hypo zum Buchwert, also ohne Wertberichtigungen, in die neue Bad Bank zu übernehmen, wird nicht funktionieren”, zitiert die Zeitung den anonymen Fachmann aus Regierungskreisen.

Gläubiger wollen sich an Nationalbank schadlos halten

Das Blatt mutmaßt weiter, es könne wegen der nun gegebenen “Unsicherheiten über die Bad-Bank-Varianten “womöglich schon in Kürze über eine neue Variante zur Hypo-Abwicklung beraten werden. Die bisher bekannten sind wie vielfach berichtet: Bad Bank mit Banken (Beteiligungslösung) oder ohne Banken, Anstaltslösung, Status Quo oder Insolvenz – nur gebe es im Moment noch gar keine neue Variante.

Dem nicht genug, wollen sich Anleihegläubiger an der Nationalbank schadlos halten, wenn es tatsächlich zu einer politisch mehrfach ausgeschlossenen Pleite der Hypo Alpe Adria kommt. Das schreibt die Zeitung ebenfalls mit Verweis auf “inoffizielle Quellen”.

Grund ist wie berichtet jenes Gutachten, bei dem die Notenbank die Hypo 2008 als “non distressed” bezeichnet hatte. Die Hypo bekam damals, ein Jahr vor ihrer Notverstaatlichung 2009, 900 Mio. Euro Partizipationskapital vom Staat. Durch die Einstufung als nicht notleidend wurde den Gläubigern eine Sicherheit vermittelt, die es schon damals nicht gegeben haben dürfte, so das Blatt. Die Papiere hätten die Gläubiger wegen der Einstufung aber behalten. Notenbankchef war damals der heutige Hypo Task Force und Aufsichtsratschef Klaus Liebscher.

FPÖ fordert außerordentlichen Finanzausschuss

In der “Tiroler Tageszeitung” war indes davon die Rede, dass eine Pleite der Hypo Alpe Adria das Land Tirol 133 Mio. Euro kosten würde, könne die Hypo Tirol nicht einspringen. Eine Regressklage gegen das Land Kärnten würde folgen. Laut Hypo-Tirol-Vorstandschef Markus Jochum entfiele auf sein Haus aus den 1,2 Mrd.-Euro-Haftungen der Pfandbriefstelle für die Hypo Alpe Adria die dreistellige Millionensumme aufgeteilt auf 15 Jahre. Er glaubt nicht an eine Hypo-Kärnten-Pleite. Und wenn, dann komme es zur Regressklage gegen das Land Kärnten.

Die FPÖ forderte am Freitag einen außerordentlichen Finanzausschuss binnen der kommenden zwei Wochen mit allen Verantwortlichen zur Hypo-Causa, bei dem “alles auf den Tisch” kommen solle.

(APA)

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