Von der Frucht zum edlen Tropfen

Die beiden Brennexperten Albert Loacker und Sigi Wohlgenannt freuten sich über das große Interesse an ihrem Kurs.
Die beiden Brennexperten Albert Loacker und Sigi Wohlgenannt freuten sich über das große Interesse an ihrem Kurs. ©cth
Der OGV Dornbirn lud zum Schnapsbrennkurs für Neueinsteiger und Jungbrenner.
Von der Frucht zum edlen Tropfen

Dornbirn. Das alte Kulturgut des Schnapsbrennens zu erhalten, ist dem Obst- und Gartenbauverein Dornbirn ein großes Anliegen. Erfreulicherweise liegt diese Tradition wieder voll im Trend. Schließlich gibt es wohl nichts Besseres, als sein eigenes „guats Schnäpsle“ zu genießen.

Große Nachfrage

Das Interesse beim letztjährigen Kurs des OGV war so hoch, dass einige Interessenten nicht mehr teilnehmen konnten. Deshalb startete der dreiteilige Brennkurs für Neueinsteigende und Jungbrenner kürzlich erfolgreich in die Fortsetzung. 26 Teilnehmer fanden sich dazu im Garten von Brenn- und Mostexperte Sigi Wohlgenannt im Hatlerdorf ein, um im ersten Teil des Kurses alles zum Thema „Einmaischen“ zu erfahren. Zur Seite stand Wohlgenannt, der auch die Obstbörse vom OGV leitet, ein alter Hase im Brennwesen. „Schnapsprofi“ Albert Loacker, der schon öfters Brenner und Moster des Jahres in Vorarlberg wurde und zahlreiche Goldmedaillen und österreichweite Prämierungen erhalten hat, blickt auf eine 70-jährige Brennerfahrung zurück. Da waren die zahlreichen „Jungschnapser“ mit ihren Fragen sozusagen an der richtigen Adresse.

Wie aus der Maische ein Williams, Subira & Co. wird

Bevor es zum praktischen Teil des Einmaischens selbst ging, gab es für die Kursteilnehmer noch eine ausführliche theoretische Einführung in die Materie. „Voraussetzung für einen guten Tropfen, ist dass man sich mit den Obstbäumen auskennt und dass die Grundbedingungen stimmen“, erklärte Loacker. So wurden die Anwesenden u.a. über die verschiedenen Obstbranddefinationen, Hefesorten, die Zerkleinerung von Kern- und Steinobst, Maischezusätze, richtige Gärbehälter und den perfekten Zeitraum und Temperatur informiert. Als Motivation bekamen die Neo-Brenner dann abschließend von Profi Albert mit auf den Weg, „dass Schnapsbrennen eigentlich die leichteste Sache der Welt ist“.

Wie es mit der Maische weitergeht, erfahren die Teilnehmer am 12. Oktober. Dann geht es richtig zur Sache, nämlich mit dem Brennen selbst.

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