Von den Pedalen auf die Skier

Daniel Zugg erradelte auf dem Bike bei der 24-Stunden Rad-Challenge rund 150 Kilometer.
Daniel Zugg erradelte auf dem Bike bei der 24-Stunden Rad-Challenge rund 150 Kilometer. ©est (2)/ Gletscher: privat (8)
Skibergsteiger und Heeressportler Daniel Zugg radelte für einen guten Zweck.
Daniel Zugg auf dem Bike im Zimbapark und beim Skibergsteigen auf dem Gletscher

Bludenz Die 24-Stunden-Radchallenge zugunsten von „Licht ins Dunkel“ machte kürzlich Station in Vorarlberg. Teamkapitänin ist Olympiasiegerin Anita Wachter führte das Vorarlberger Team an. Neben Wachter war der ORF-Radio-Vorarlberg-Moderator Roman Neugebauer, Radprofi Matthias Brändle, Karate-Olympiamedaillengewinnerin Bettina Plank sowie Skibergsteiger Daniel Zugg am Start. Sie alle wollen die Aktion für „Licht ins Dunkel“ und für das „Netz für Kinder“ bestmöglich unterstützen und viele Kilometer auf den Tacho des Spinning Bikes bringen. Die geradelten Kilometer werden in Spenden für „Licht ins Dunkel“ und für das „Netz für Kinder“ umgewandelt.

24-Stunden zu radeln ist eine lange Zeit. Wie erging es dir auf dem Bike?

ZUGG: Ja, es war nicht so ganz einfach auf dem Fahrrad. Es war einfach sehr heiß. Wenn ich normal mit dem Bike unterwegs bin, kühlt der Fahrtwind ab. Hier ist es eine gleichbleibende Belastung und es gab nur kurze Erholungszeiten. Nachmittags bin ich knapp 40 km in einer Stunde gefahren. Die nächste Rennzeit startete für mich um 21 Uhr, die letzte dann nachts um drei Uhr. Das Tachometer zeigte bei mir rund 150 Kilometer als gesamt geradelte Kilometer an. Das Vorarlberger Team radelte genau 820 Kilometer. Das ist eine Spitzenleistung, mit der wir im Moment bundesweit auf Platz 2 stehen. Ich freue mich, dass ich für einen guten Zweck radeln durfte. Das Finale der Aktion wird dann Ende November in Linz stattfinden.

Die Wintersaison steht kurz bevor. Wie schaut die derzeitige Lage mit deinen Vorbereitungen für die Rennsaison aus?

ZUGG: Der Sommer verlief für mich bestens. Jetzt trainiere ich mehrheitlich in der Woche mit dem ÖSV auf dem Stubaier Gletscher in Tirol. Das Bundesheer ist mein Arbeitgeber und stellt mir die notwendige Zeit für meinen Spitzensport zur Verfügung. Ich trainiere natürlich auch einmal in der Woche im Olympiazentrum in Dornbirn.

 Wenn du zurückblickst, was waren deine Highlights in diesem Jahr?

ZUGG: Ja, das war der 2. Platz in Flaine, in den französischen Alpen. Das hat mich schon sehr gefreut. Es war überhaupt mein 3. Stockerlplatz im Sprint in meiner gesamten Karriere.

Die Wintersaison steht kurz bevor. Wie schaut die derzeitige Lage mit deinen Vorbereitungen für die Rennsaison aus?

ZUGG: Im November trainieren wir in Schladming wo dann auch die Testrennen stattfinden. Am 15. Dezember ist das Erste Weltcup – Rennen in Italien. Die Europameisterschaft findet im Februar 2022 in Spanien statt. Wir trainieren für die Rennen meistens in normalen Höhen, wie 2500 Metern Seehöhe, also auf einem Gletscher. Von Dezember weg bis April 2022 gibt es sechs Weltcupstationen, zu jeweils zwei bis drei Rennen. (als Rennen sind natürlich Berggipfel gemeint, da geht’s bergauf)

So ein Spitzensport ist auch ein kostspieliges Hobby. Wie finanzierst du das?

ZUGG: Ja, das stimmt. Der ÖSV und das Bundesheer unterstützt mich, sowie private Sponsoren und Gönner. Ich möchte mich hiermit auch herzlich bei allen für die Unterstützung bedanken sowie bei meiner Familie und bei meinen Freunden

Du hast in deinem Leben schon sehr viele Erfolge einheimsen können. Was sind deine nächsten Ziele?

ZUGG: Ziele gibt es immer im Leben (schmunzelt). Natürlich den Weltcup zu gewinnen und ein Top-Resultat im Gesamt-Weltcup zu erzielen. Und natürlich wünsche ich mir auch, dass ich fit und gesund bleibe und noch lange sporteln darf.

Um erfolgreich zu sein, braucht es auch jemand, der hinter dir steht. Wer drückt dir denn wie man so sagt, die Daumen?

ZUGG: (schmunzelt) – meine Familie.

Dein Sport, das Skibergsteigen, ist sehr beliebt. Gibt es schon viele Mitbewerber?

ZUGG: Ja, mittlerweile ist der Spitzensport sehr begehrt. Es gibt viele Nachwuchsathleten und es stehen schon zahlreiche jüngere Sportler an der Spitze. Ich freue mich schon auf die Olympiade 2026 in Cortina in Italien. Da möchte ich unbedingt mit dabei sein. EST

ZUR PERSON

DANIEL ZUGG:

Geboren: 19.02.1993, St. Gallenkirch

Beruf: Profi-Sportler, Korporal beim Bundesheer, Kämpft seit Jahren an der Profi-Skibergsteiger-Weltspitze mit

Hobby: Kochen und Sporteln

Lieblingsessen: „Brösel“, (Riebel auf montafonerisch)

Motto: „Gebe niemals auf und kämpfe weiter“.

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