Von a klä bis an Zick

Stadtrat Alexander Juen, die Mundartkoryphäen Egon Moser, Heinz Rüf und Irma Fussenegger sowie Werner Matt vom Stadtarchiv.
Stadtrat Alexander Juen, die Mundartkoryphäen Egon Moser, Heinz Rüf und Irma Fussenegger sowie Werner Matt vom Stadtarchiv. ©cth
Das Stadtarchiv Dornbirn präsentierte das neue digitale Mundartlexikon.
Von a klä bis an Zick

Dornbirn. Am Mittwoch wurde im Rahmen der Dornbirner Geschichtswerkstatt das neue digitale Dornbirner Mundartlexikon – eine Kooperation vom Stadtarchiv Dornbirn und Egon Moser – im Vorarlberger Hof präsentiert. Zahlreiche Gäste ließen es sich nicht nehmen, um schon einmal in das neue Dialekt-Lexikon zu hören und „an feina Obad“ zu genießen.

Das besondere Wörterbuch wurde von Egon Moser, bekannt als Mundartautor und Heimatforscher, verfasst und von den beiden Mundart-Koryphäen Irma Fussenegger und Heinz Rüf vorgelesen. Im digitalen Lexikon geht es nämlich nicht nur um das Schreiben, sondern auch um den richtigen Klang. Die rund fünftausend Einträge können auf Wunsch auch zum Hören angeklickt werden können.

Aufwendiges Projekt

Vier Jahre Arbeit hat der Kehlegger Autor für sein Werk benötigt und sich dabei stark auf den Vorarlberger Mundart- und Heimatdichter Armin Diem bezogen – schlägt aber eine der heutigen Zeit angepasste Schreibweise vor.

„Mein herzlicher Dank gilt Egon Moser, Irma Fussenegger und Heinz Rüf sowie allen Beteiligten für ihr großartiges Engagement für dieses Projekt“, so Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. „Das Mundartlexikon ist ein digitales Wörterbuch zum Nachschlagen und vor allem Nachhören. Entscheidend sind beim Dornbirner Dialekt der Klang und die Aussprache“, ergänzte Kulturstadtrat Alexander Juen.

Kehlegger Archivar und Autor

Mosers Schaffen im Bereich der Mundart geht auf das Jahr 1983 mit dem Buch „Gedichtle und Gschichtle“ zurück. Im April 2001 erfolgte anlässlich der Dorfausstellung, alter Bilder und Schriften von Kehlegg, die Ausgabe des zweiten Buches: „I bio an Bearglar“ und im Sommer 2002 stellte er das Kehlegger Dorfbuch vor. In verschiedensten Buchausgaben des Landes wirkte er außerdem als Autor mit und dichtete auch Lieder für die verschiedensten Chöre. Kehlegger Haus-, Dorf- und Flurgeschichten sind weitere Arbeiten, die den Pensionisten beschäftigen und sicher noch nicht ruhen lassen.

In den Genuss einiger Gedichte der drei Mundart-Experten kamen dann auch die Gäste bei der Präsentation im Vorarlberger Hof – und wie auch beim Lexikon garantiert, wurde viel gelacht und geschmunzelt über Ausdrücke wie man sie so nur „uf dorabirarisch“ kennt.

Unter mundartlexikon.dornbirn.at können sich alle Interessierten ab sofort durch Dornbirns Dialekt stöbern, klicken und lauschen. (cth)

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