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Stürmisches Funkenwochenende in Vorarlberg

In Bartholomäberg stürzte der Scheiterhaufen um
In Bartholomäberg stürzte der Scheiterhaufen um ©Oliver Lerch | VOL.AT
Sturmwind hat am Sonntagnachmittag und -abend in Vorarlberg zu Absagen der traditionellen Funkenfeuer geführt.
Funken Dornbirn Oberdorf
Funken in Braz
Funken Frastafeders
Brugger Funken
Auer Funken
Funken Vordere Achmühle
Götzner Funken in Arbogast
Funken Ruggburg
Funken Bings
"Bäumler Funken" am See
Funken Bildstein
Jubiläumsfunken Fraxern
Funken Übersaxen
Ächler Funken
Funken an der Achmühle
Funken Rohrbach
Funkenabbrennen in Tisis
Funken Götzis Dorf
Kinderfunken in Fraxern
Funken im Kindergarten Meiningen
Funken Klösterle
Weitere Funken

17 der rund 100 über das ganze Land verteilten Funken wurden aus Sicherheitsgründen nicht angezündet und sollen erst diese Woche in Brand gesteckt werden. Die Feuerwehren verzeichneten 19 Einsätze, um umgestürzte Bäume oder Bauzäune aus dem Weg zu räumen. Verletzt wurde niemand.

Die Funkenfeuer bilden den traditionellen Abschluss der Vorarlberger Fasnacht, mit denen der Winter ausgetrieben wird. Am Sonntag aber demonstrierte das Wetter seine Macht und verhinderte vielerorts das Abbrennen der Funken. In 17 Fällen fassten die jeweiligen Funkenzünfte aus Sicherheitsgründen der Entschluss, auf das Anzünden der geschlichteten Holzhaufen zu verzichten. Diese Funken sollen aber in den kommenden Tagen bzw. spätestens am nächsten Wochenende lodern, wie die Zünfte bekannt gaben. Das gilt auf für Bartholomäberg (Bez. Bludenz), wo der Funken am Sonntagnachmittag umgestürzt war.

Angesichts des stürmischen Wetters wurde gegen Abend ein Funken nach dem anderen abgesagt:

  • Tosters (Ersatztermin Montag)
  • Nüziders (Ersatztermin Dienstag)
  • Gaißau (Ersatztermin Dienstag)
  • Alberschwende (Ersatztermin Freitag)
  • Wolfurt (Ersatztermin Freitag)
  • Brand (Ersatztermin Freitag)
  • Dornbirn-Haselstauden (Ersatztermin Freitag)
  • Ludesch (Ersatztermin Freitag)
  • Bezau – Oberbezau (Ersatztermin Freitag)
  • Sonntag (Ersatztermin Samstag)
  • Batschuns – Furx (Ersatztermin Samstag)
  • Fontanella (Ersatztermin Sonntag)
  • Bärtholomäberg (Ersatztermin Sonntag)
  • Hörbranz (Ersatztermin Sonntag)
  • Altach
  • Bregenz Pfänder
  • Lochau
  • Schoppernau
  • Schlins

Wie gefährlich das Hantieren mit Feuer am Sonntag war, zeigte sich in Vandans (Bez. Bludenz), wo laut ORF Radio Vorarlberg eine Thujenhecke aufgrund von Funkenflug in Brand geriet. Die Funken stammten von einem etwa 40 Meter entfernten, bereits abgelöschten Lagerfeuer auf dem Funkenplatz.

Weltrekord-Funken am 16. März

Von den Verschiebungen nicht betroffen war der Weltrekord-Versuch in Lustenau. Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens errichtet die “Hofstalder Funkenzunft” dort den weltweit höchsten Funken. Dieser soll mit 58,60 Metern so hoch werden wie die Lustenauer Kirche St. Peter und Paul. Den Weltrekord für das “tallest bonfire” (höchstes Lagerfeuer) hält laut Guinnessbuch seit 2016 das norwegische Alesund mit einem rund 47 Meter hohen Mittsommerfeuer.

Der Weltrekord-Versuch war von allem Anfang an am 16. März (20.00 Uhr) angesetzt. Um 16.00 Uhr wird die offizielle Höhenmessung vorgenommen. Sollte ein Abbrennen des Funkens am Samstag aus Wettergründen nicht möglich sein, so soll er am Sonntag (17. März) zu Mittag angezündet werden.D

Funkenwochenende

Trotz der Wetterkapriolen wurde am Wochenende in vielen Gemeinden das traditionelle Funkenfest gefeiert. Dem Brauchtum zufolge geht die närrische Zeit im Ländle nicht am Faschingsdienstag zu Ende, sondern erst am ersten Fastensonntag (“Funkensonntag”). Mit dem Entzünden riesiger geschlichteter Scheiterhaufen (“Funken”) soll dem Winter der Garaus gemacht werden.

Als einziges alemannisches Bundesland Österreichs feiert Vorarlberg den Fasching anders als die Bundesländer im Osten. Vor allem in den Städten und größeren Gemeinden des Rheintals und der Region Walgau pflegen Faschingszünfte alte Bräuche, spielen Guggamusiken auf und werden Faschings-Prinzenpaare gewählt. Das vielleicht spektakulärste Element der alemannischen Fasnacht ist aber der Funkensonntag. Viele Tausend Schaulustige treffen sich, um bei Glühwein und speziellem Gebäck, den “Funka-Küachle”, das Abbrennen der Funken mitzuverfolgen. Früher war der Funkensonntag die letzte Gelegenheit zum Tanz, denn anschließend galt bis Ostersonntag Tanzverbot.

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