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Vom passiven zum aktiven Diabetiker

Feldkirch - Demnächst ist Weltdiabetestag. Arthur Walter geht es gut dank viel Bewegung. Früher zählte Arthur Walter hingegen zu den Bewegungsmuffeln. Dafür frönte er gerne den süßen Seiten des Lebens...

„Ich habe Schokolade geliebt“, gibt der Feldkircher zu. Als er vor 18 Jahren aufgrund einer schweren Lungenerkrankung Diabetes bekam und als Folge davon kurzzeitig erblindete, war mit Kuchen und Co. aber ebenso

Schluss wie mit Nichtstun. Heute kann Arthur Walter „gut mit Diabetes leben“.

Mit Maß und Ziel

Wiewohl die Umstellung auf regelmäßige Bewegung und eine entsprechende Ernährung auch ihm schwergefallen ist. Jetzt versucht er vom Nutzen einer Lebensstiländerung auch andere Betroffene zu überzeugen. Zu diesem Zweck gründete der Frühpensionist vor vier Jahren die Selbsthilfegruppe „Aktive Diabetiker“. Dreimal in der Woche wird im Nordic-Walking-Stil gewandert. Mittlerweile walken regelmäßig rund 40 Personen mit.

Nebelfetzen haben sich im bunten Laub des Waldes oberhalb der Rankweiler Sportanlage verfangen. Es regnet in Strömen. Doch die kleine Gruppe irritiert das nicht.

Heute ist Wandern angesagt. Also marschieren sie los. „So schnell haut uns kein Wetter aus den Schuhen“, sagt Arthur Walter lachend. Die Krankheit hat aus dem ehemaligen 117-Kilo-Mann eine schlanke Erscheinung gemacht. Er fühlt sich wohl, auch wenn das kulinarische Dasein etwas entbehrungsreicher wurde. Das heißt aber nicht, dass sich Walter kasteit. „Da würde ja wieder die Lebensqualität leiden“, meint er. Und genießt eben mit Maß und Ziel.

Schwer zu motivieren

Im Gegenzug ist er eine rechte Sportskanone geworden. Beim Eissportverein Rankweil, dem er seit dreißig Jahren als Mitglied angehört, wurde eine Sektion Nordic Walking eingerichtet. Arthur Walter machte eine Ausbildung zum Instruktor und gibt seitdem Kurse für Senioren und Diabetiker. Letztere lassen sich allerdings nur schwer motivieren. „Diabetes verursacht keine Schmerzen. Zudem reicht vielen die medizinische Behandlung“, bedauert Walter. Dabei könnten Bewegung und Ernährungsumstellung bei Typ-2-Diabetikern im Anfangsstadium der Erkrankung noch viel Positives bewirken. „Ich komme immer noch ohne Insulintherapie aus“, nennt Arthur Walter ein Beispiel. Auch Folgeschäden wie Nierenleiden, Sehbehinderungen oder der Diabetesfuß lassen sich hinauszögern. „Natürlich muss man sich mit der Krankheit auseinandersetzen“, betont Walter. Aber dann ist ein fast normales Leben möglich. Das zu transportieren haben die „Aktiven Diabetiker Feldkirch“, die auch dem Dachverband „Aktive Diabetiker Austria“ angehören, zu ihrem Anliegen gemacht.

Gruppentreffen jeden dritten Mittwoch im Monat. Weitere Selbsthilfegruppen in Bregenz und Dornbirn. Infos bei Arthur Walter, Tel. 0699/17 85 1000, E-mail: bazora@vol.at

ZUR PERSON

Arthur Walter Geboren: 14. April 1939 in Frastanz Wohnhaft: Feldkirch, verheiratet, 3 Kinder Beruf: Pensionist Hobbys: Bewegung aller Art wie Nordic Walking, Schneeschuhwandern, Bergwandern

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