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Vom Mischen von Salben, Tees und Tinkturen

Nina Kranzl (mi) mit ihren Kolleginnen Sakine Erdemir-Alsac und Silvia Mitterberger
Nina Kranzl (mi) mit ihren Kolleginnen Sakine Erdemir-Alsac und Silvia Mitterberger ©Gerty Lang
Luag, was ma wera künnt. Pharm. kfm. Assistentin (PKA). Die Lehre in der Apotheke ist schwierig und anspruchsvoll.
in der Rheintal-Apotheke in Lustenau

Lustenau. Viele wissen nicht, dass in Österreichs Apotheken nicht nur Pharmazeuten tätig sind, die im Uni-Hörsaal organische Verbindungen analysiert haben, sondern auch pharmazeutisch-kaufmännische Fachkräfte, kurz PKA genannt, die die Apotheker und Apothekerinnen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Nina Kranzl ist eine Quereinsteigerin. Maturiert hat sie am BAKIP in Feldkirch. „Das ist eine Schule für Kindergartenpädagogik und ich habe auch ein Jahr im Kindergarten gearbeitet“, erzählt die 21-jährige. „Da mich Apotheken aber schon immer interessiert haben, wollte ich es einfach nochmals mit einer neuen Ausbildung als PKA versuchen“, strahlt das sympathische Mädel, die in ihrem jetzigen Beruf aufzugehen scheint.

Nina absolviert ihr 3. Lehrjahr in der Rheintal-Apotheke in Lustenau und wird in wenigen Monaten ihre Lehrabschlussprüfung als pharmazeutisch kaufmännische Assistentin machen. Im Auge hat sie einen sehr guten bis ausgezeichneten Erfolg. Durch die Matura ist Ninas Lehre um ein Jahr verkürzt. „Meine Oma hat sich schon ihre Medikamente genau unter die Lupe genommen und kennt sich auch in der Naturheilkunde bestens aus. Und genau das will ich lernen.“ Die Ausbildung hat kaufmännische, aber auch medizinische Schwerpunkte”, sagt die 21-Jährige. Sie füllt Tees ab, rührt Salben an und stellt andere Arzneimittel her. Für die Annahme und Kontrolle der Waren und das Nachschlichten der Medikamente ist sie ebenfalls verantwortlich. Nina hat sofort gemerkt, dass die Lehre in der Apotheke „das Richtige” ist.

„Die Kombination aus Wirtschaft und Naturwissenschaft macht die Arbeit sehr spannend und abwechslungsreich, aber auch intensiv“ erzählt Nina von ihrer anspruchsvollen Arbeit. Denn PKAs sind auch im Verkauf und der Kundenberatung unerlässlich. „Es ist einer der schwierigsten Lehrberufe. Man muss viele Dinge mitbringen, kontaktfreudig sein, gerne mit Menschen zu tun haben, über Genauigkeit und ein gutes Zahlengefühl verfügen“, meint ihre Ausbildnerin Sakine Erdemir-Alsac (42) zur Lehre. „Bei den Bewerbungen war Nina einfach die Beste und wir wussten – sie passt ins Team. Sie sieht die Arbeit, ist sehr genau, bringt ihre Kreativität mit ein.“ Ein Thema ist für die Auszubildende besonders wichtig: Homöopathie. „Für mich ist dieses Thema genauso wichtig wie Schulmedizin. Es ist erstaunlich welche Heilwirkungen mit den Naturmitteln erzielt werden können. Auf diesem Gebiet werde ich in der Apotheke sehr unterstützt.“

Mit ihrem liebevollen Wesen und strahlendem Lächeln pflegt Nina einen sehr guten Kundenkontakt. „Ja, Nina ist wirklich eine gute Zuhörerin und kann sich in die Probleme unserer Kunden einfühlen. Denn viele Menschen kommen zu uns, weil wir uns nicht nur die Zeit für eine gute Beratung nehmen, sondern manchmal auch Seelentröster sein dürfen“, schmunzelt ihre Kollegin Silvia Mitterberger. Auch über ihre Zukunft macht sich Nina Kranzl bereits Gedanken. „Es wäre ja möglich, dass ich Pharmazie studiere“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

 

Lehrbetrieb
Rheintal-Apotheke Magpharm Andrea-Claudia Haider

Hofsteigstraße 1, 6890 Lustenau
Tel. 05577 83344-0

 

Was macht den Beruf aus?

Nina Kranzl, Lehrling, 3. LJ
Am liebsten berate ich Kunden, da ich den Kontakt mit Menschen sehr mag. Man kann Menschen helfen. Das schönste Geschenk für mich ist, wenn diese die Apotheke mit einem Lächeln verlassen. Wenn man in einer Apotheke arbeitet, sieht man, wie es im Hintergrund abläuft und genau diese Arbeit machen wir PKAs.

Sakine Erdemir-Alsac, PKA, zuständig für Nina
Für mich ist das Schönste der Kundenkontakt und wenn man ein positives Feedback erhält. Da ich schon 10 Jahre im Beruf bin, bringe ich auch schon einiges an Erfahrung mit, die ich gerne an unsere Kunden weitergebe. Das Zwischenmenschliche steht bei uns im Vordergrund. Durch viele Seminare und Kurse bildet man sich weiter.

Silvia Mitterberger, PKA
Wir haben untereinander ein sehr gutes Arbeitsverhältnis und sind ein eingespieltes Team. Ich habe meine Ausbildung in Innnsbruck gemacht und nach drei Monaten die dreijährige Lehre abgeschlossen. Der Schulbesuch war natürlich sehr intensiv. Das wichtigste im Beruf ist, gut zuzuhören und manchmal auch Trost zu spenden.

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