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Vom Gießen des Zitronenbaums - Kritik und Trailer zum Film

"Vom Gießen des Zitronenbaums" wurde beim Festival Cannes im vergangenen Jahr bereits mit einer lobenden Erwähnung der Jury geehrt. Die Hauptfigur Elia, ein Künstler, verlässt Palästina, um Produzenten für sein geplantes Filmprojekt zu finden. Doch auch im Ausland erinnert ihn vieles an die Heimat.

Elia Suleiman verzieht wieder keine Mine. Auch wenn die Welt um ihn herum sich im Ballett der Absurditäten ergeht. Mit "Vom Gießen des Zitronenbaums" kehrt der Großmeister des Deadpan-Humors auf die Leinwand und in den Regiesessel zurück, nachdem sein Erfolgsfilm "Göttliche Intervention" bereits 18 Jahre zurückliegt. Ab Freitag im Kino.

Vom Gießen des Zitronenbaums - Kurzinhalt zum Film

Wie gewohnt ist der traurig-humorvolle Meister des Konflikts zwischen Palästinensern und Israelis auch in seinem Comebackspielfilm die stille Hauptfigur. Er ist ein stets huttragender, meist rotweintrinkender Beobachter allerlei skurriler Szenerien. Dezidiert choreografierte Sequenzen, die seltsam arrangiert, inszeniert wirken, reihen sich in "It must be heaven" (so der Originaltitel) aneinander. Es sind Szenen, die immer einen meist nicht benennbaren Schritt neben dem Naturalismus stehen, ein lakonischer Slapstick ohne viele Worte, der in vielem an Jacques Tati erinnert.

Der dürre narrative Faden, der diese Sequenzen zusammenhalten soll, ist der des Regisseurs Suleiman, der von seiner Heimat Palästina nach Paris und schließlich New York reist, um ein Filmprojekt zu finanzieren. Dies scheitert allerdings daran, dass ihm in Paris erklärt wird, dass sein Film nicht palästinensisch, weil nicht leidend genug sei, während ihn New York - wo Gael Garcia Bernal einen Cameoauftritt absolviert - gleich ganz ignoriert. Doch letztlich sind diese kurzen Erzählstränge weitgehend unnötig. Schließlich sind Suleimans Szenerien eher Seelenorte, denn reale Räume.

Vom Gießen des Zitronenbaums - Die Kritik

"Vom Gießen des Zitronenbaums" lebt von seinen ruhigen, symmetrisch komponierten Bildern und seinem absurden Blick auf den Alltag. Ein Ballett von Pariser Polizisten auf Elektroeinrädern reiht sich da an New Yorker Cops, die eine Frau mit Engelsflügel durch den Central Park jagen, ein beständig von Kriegsgeräten umschwirrtes Paris steht im Kontrast zu einem New York, in dem alle Passanten mit automatischen Waffen und Panzergranaten durch die Straßen flanieren. Und in Palästina wird ein Priester, der bei der Prozession nicht in die Kirche gelassen wird, handgreiflich. Es ist ein choreografiertes Körperballett, in dem auch Slapstickklassiker wie die Tür ins Gesicht ihren Platz finden.

Suleiman selbst bleibt stumm dabei - bis auf einen einzigen Satz. Auf die Frage eines begeisterten New Yorker Taxifahrers nach seiner Herkunft antwortet er "Nazareth. I'm Palestinian." Und bekommt die Fahrt gratis.

Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

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