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Vom Bodensee zum Piz Buin

Vom Bodensee zum Piz Buin

Am 2. Oktober diesen Jahres nahm ich an einer Charity-Veranstaltung zu Gunsten des Vorarlberger Kinderdorfes teil. Es handelte sich dabei um eine Rad- und Bergtour der ganz besonderen Art:
An einem Tag vom Bodensee zum Piz Buin, somit vom tiefsten Punkt in Vorarlberg (397 m) zum höchsten (3312 m).
Die Strecke vom Bodensee bis zur Wiesbadner Hütte in der Silvretta (ca. 112 km und 2000 Höhenmeter) wurde auf dem Mountainbike zurückgelegt, die restlichen 900 Höhenmeter im hochalpinen Gelände zu Fuß mit entsprechender Ausrüstung.
Die Veranstaltung sollte ausdrücklich kein Rennen sein, sondern das gemeinsame Erreichen des Zieles im Team stand im Mittelpunkt.

Trotz der Schneelage ab 2000 Metern meinte es der Wettergott an diesem Tag ganz besonders gut und so startete ich zusammen mit 5 weiteren Teilnehmern Punkt 4 Uhr morgens beim Hafen in Bregenz. In Dornbirn schlossen sich dann noch 2 Damen unserer Truppe an.
Von dort ging es weiter (mit 2 kurzen Pausen) über die Landstrasse nach Götzis ? St. Arbogast ? Klaus – Rankweil ? Schwarzer See ? Satteins – Bludenz bis ins hintere Montafon. Nach dieser ?Aufwärmstrecke? von rund 90 Kilometern erreichten wir knapp nach 8 Uhr die Mautstelle Partennen. Ab hier waren wir dann nur noch zu fünft, um die ?Königsetappe?, somit die restlichen 1400 Höhenmeter bis zur Wiesbadner Hütte, in Angriff zu nehmen. In den zahlreichen Serpentinen der Silvrettahochalpenstrasse musste ich ordentlich auf die Zähne beissen, um mit den Cracks vom Radsportverein Dornbirn noch mithalten zu können. Spätestens jetzt war ich für jeden heuer bereits absolvierten Kilometer auf meiner Trainingstrecke Bregenz – Schoppernau dankbar. Um ca. 9:30 wurde dann schließlich die Bielerhöhe erreicht und knapp 1 Stunde später (zuletzt teilweise das Rad schiebend) die schon im Schnee liegende Wiesbadner Hütte. Nach diesen ersten 2000 Höhenmetern blieb etwas Zeit um den Oberschenkeln eine kurze Pause und dem Magen eine warme Suppe zu gönnen.

Um 11:15 Uhr ging es dann mit Gletscherausrüstung (welche uns bis zur Hütte transportiert worden war) in Richtung Piz Buin weiter. Der Gipfelbesteigung schlossen sich auch Mitglieder des Tourbegleitteams und auch jene, die nicht die gesamte Anfahrt auf dem Rad absolviert hatten, an. Die Route führte über die Grüne Kuppe und den Ochsentaler Gletscher zur Buinlücke. Beim Gipfelanstieg im Bereich des sogenannten Kamins waren die Verhältnisse aufgrund der Neuschneelage doch nicht ganz einfach. Wir insgesamt 3 Bergrettungsmitglieder in der Truppe waren auf dieser Etappe sehr gefragt wenn es um Vorstieg und Unterstützung in Sachen Seiltechnik ging.
Knapp nach 15:00 Uhr, somit 11 Stunden nach der Abfahrt in Bregenz, erreichten wir dann das Ziel, den Gipfel des Piz Buin. Genau zu diesem Zeitpunkt hüllte sich dieser in einen grauen Schleier, sodass eine Fernsicht kaum gegeben war. Umso imposanter war diese dann aber wieder beim Abstieg nur 100 Meter unterhalb des Gipfels. Als wir uns auf dem Rückmarsch über den bereits im Schatten liegenden Gletscher befanden, zeigte sich der Gipfel völlig wolkenfrei nochmals von seiner schönsten Seite und kündigte bereits den nachfolgenden Schönwettertag an.
Um 17:40 (fast 14 Stunden nach Tourbeginn) kamen wir schlussendlich zwar erschöpft aber mit freudestrahlenden Gesichtern zur Wiesbadner Hütte zurück.

Es gibt Erlebnisse, die möchte man nicht missen. Eines davon war dieser wunderschöne und einzigartige Tag mit netten, neu kennen gelernten Leuten. Und es gibt Momente im Leben, da hat man das Gefühl, man hat es sich verdient. Einer davon war das gemeinsame Anstoßen und der erste Schluck Bier nach erfolgreich absolvierter Tour auf der Wiesbadner Hütte.
Ein Lob an den Veranstalter und Initiator der Tour, Klaus Drexel aus Dornbirn.

Mein ganz besonderer Dank geht an die Raiffeisenbank Au, welche sich spontan bereit erklärt hat, meine Tourteilnahme mit dem vorgesehenen Sponsorbeitrag in Höhe von 5 Cent pro absolviertem Höhenmeter zu unterstützen. Dieser Sponsorbetrag kommt zu 100% dem Vorarlberger Kinderdorf zu Gute.

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