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Vom Bänkle zum Ringstraßenfest

Gisingen- Der Nofler Ivo Walser hat sich nicht nur in eine Frau verliebt, sondern auch in ein Haus. Er und seine Angelika haben das historische Hirschauer-Haus in Gisingen restauriert.
Zuhause bei Familie Walser

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Denn es sollte ein besonderer Moment sein, an dem Ivo Walser seiner Angelika erzählte, dass er bereits ein Grundstück besitzt. Natürlich mit den dazugehörenden Plänen für sein Traumhaus. Alles fix und fertig. Baubereit. Doch sie antwortete ganz locker: „Und ich hab’ schon ein fertiges Haus.“ Und zwar nicht irgendein Haus, sondern das Hirschauer-Haus in Feldkirch-Gisingen. Ein Gebäude, in dem und um das seit Jahrhunderten Geschichte geschrieben wurde. So war zum Beispiel das „Gartabänkle“ ein Treffpunkt für die Bewohner des bevölkerungsreichsten Stadtteiles. Man traf sich zum Dorfklatsch, eine Tradition, an die Angelika und Ivo Walser jetzt mit dem einmal im Jahr stattfi ndenden Ringstraßenfest anknüpfen. Ebenso wie an die Theaterabende am Winkelkreuz, ein Wegrandkruzifix, das immer noch an der Ecke Torkelgasse/ Ringstraße steht und Ähnlichkeit mit dem Baustil des Hirschauer-Hauses zeigt.

Wie alt das historische Gebäude tatsächlich ist, konnten die beiden Mittelschullehrer nicht genau feststellen. „Wir wissen nur, dass es sich früher um ein klassisches Rheintalhaus handelte und dass meine Familie seit 1518 in Gisingen ansässig ist“, erzählt die 44-Jährige. Das Gebäude wurde jedoch mehrmals umgebaut. Unter anderem 1957, als die Nordseite von Grund auf erneuert wurde. Jahre später entstand außerdem aus dem ehemaligen Stall ein bewohnbarer Zubau.

Angelika und Ivo Walser haben sich in den 90er-Jahren zur Revitalisierung entschlossen. „Weil wir den Großteil selbst gemacht haben, dauerte die Sanierung vier Jahre“, sagt der 47-jährige Direktor. Selbstgemacht, das inkludiert sogar das Holz, das bei den Umbauarbeiten zum Einsatz kam. „Ich habe die Bäume bei einer Holzauktion ersteigert, gefällt, entastet und geschält, bevor ich sie auf einer mobilen Säge zu Brettern verarbeitet habe“, erinnert sich Walser. Insgesamt 40 Kubikmeter. Das kam vor allem im Stiegenhaus zum Einsatz. Es stellt die Verbindung zwischen Alt- und Neubau dar. Dadurch kommen im Obergeschoss verschiedene Dachschrägen mit unterschiedlichen Ausrichtungen zusammen.

Apropos Obergeschoss: Wo sich heute Schlaf- und Badezimmer befinden, war ursprünglich der Proberaum der bekannten Vorarlberger Musikband „The Bonnies“. Im Hirschauer-Haus befinden sich heute drei Wohnungen. Zwei im Altbau und eine im Zubau. Sie verfügen über separate Eingänge. Dabei blieb auch nach der Sanierung die klassische Zimmeraufteilung erhalten. Allerdings wird der „Gada“ heute als Wohnraum genutzt. Die Raumhöhe beträgt dabei maximal 2,10 Meter. Ein typisches Merkmal des Hauses ist das Bild zur Straße hin, das Angelikas Vater, Franz Hirschauer, gemalt hat. Der Eisenbahner war ein leidenschaftlicher Hobbymaler. Da die Fassadenmalerei jedoch stark verwittert war, musste sie komplett erneuert werden.

Für die Walsers war der Abschluss der Anfang einer gemeinsamen Ehe-Zukunft. Der Nofl er trug seine Frau so oder so über die Schwelle. Auch wenn es anders gekommen ist als geplant. Aber vielleicht hat der neunjährige Sohn Martin einmal ähnliche Pläne. Das Grundstück in Nofels gibt es ja nach wie vor.

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