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Vo Krütle und Sälble dia helfan

Zwergenbesuch bei Anton Türtscher um Meisterwurz zu graben.
Zwergenbesuch bei Anton Türtscher um Meisterwurz zu graben. ©Harald Hronek
Kräuterprojekt Biospärenpark

Dokumentation über Pflanzen und deren heilende Wirkung im Biosphärenpark.

(amp) Imponierender kann man den Spruch im Volksmund “Gegad fascht alls isch a Krütle g’wachsa” kaum umsetzen, als dies im Filmprojekt “Mensch und Kraut in Bild und Ton” im Rahmen eines Bildungsprojektes der Universität für Bodenkultur in Wien gemeinsam mit Schul- und Ferienprojekten im Biosphärenpark geschehen ist. Für Projektkoordinatorin Susanne Grasser war es Ziel, Wissenschaft und Brauchtum möglichst zu vernetzen um den bodenständigen Wissensaustausch – “das was im Volk noch lebt” – quasi auch als kulturelles Erbe festzuhalten. Dass dabei der Spagat von der Jugend zur Erwachsenenwelt “märchenhaft” gespannt wurde, gibt dem Projekt zusätzlichen Reiz. O-Ton Grasser: “Das ganze Projekt war märchenhaft”.

Der kranke König
Inhaltlicher “Aufhänger” für die “Kräuter-Story” ist ein kranker König im Zwergenreich. Immer neue “Sälble und Krütle” tauchen hier auf, mit denen der König wieder Genesung erlangen soll. Da werden “Bergkräutertee”, “Alchemilla-Salben”, Lavendel-Honig-Seife, Meisterwurz und Holderblüten mit ihren vielseitigen Anwendungen mit ihren heilenden Substanzen angepriesen. Elisabeth Burtscher erinnert sich, dass im Volksmund der Spruch gilt: “Vor jeder Holderstaude muss man sich verneigen”. Schüler aus dem Biosphärenpark beteiligten sich als Schauspieler, Kamerateams, Tonmeister, Regisseure und Assistenten.

Filmpremiere
Das Ergebnis wurde im Rahmen des Walserherbstes im Geroldshus als 45-Minuten Film vorgestellt und von den Besuchern auch gebührend gefeiert. Bereits im Mai entstand mit den Volksschülern aus St. Gerold quasi ein filmisches “Vorprojekt” in Form eines Dokumentarfilkmes “Kaut im Bild”, der mittlerweile bereits vom Unterrichtsministerium ausgezeichnet wurde. Dabei geht es um Birkenblätter-Salat, Bärlauch-Suppe, Ringelblumen-Salbe, Brennessel – Tee, Tannenwipfele – Honig und das richtige Sammeln von Naturkräutern.

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