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VN-Interview mit Dirigent Kurt Gmeiner

Im VN-Interview erläutert Dirigent Kurt Gmeiner seine Beziehung zu den musikalischen Werken.
Im VN-Interview erläutert Dirigent Kurt Gmeiner seine Beziehung zu den musikalischen Werken. ©Bernhard Tost
Kurt Gmeiner Dirigent des MV Concordia

Lustenau: Allerorten rühmt man die Vielseitigkeit, den unverwechselbaren Klang und den belebenden Sound des MV Concordia. Im VN-Interview erläutert Dirigent Kurt Gmeiner seine Interpretationsideen und seine Beziehung zu den musikalischen Werken.

VN: Herr Gmeiner, das Frühjahrskonzert umfasste Werke von L.J.Ferdinand Hérold, F.von Flotow und Georges Bizet. Wie kam es zu dieser Musikstückauswahl?

Kurt Gmeiner: Durch Zufall stieß ich auf ein neues Arrangement der Ouvertüre zur Oper “Zampa” von L.J.Ferdinand Hérold. Dieses Werk war eines der ersten Musikstücke, welches ich als junger Musikant bei der Concordia mitspielen durfte und es hatte mich schon damals fasziniert. Da ich die Stückauswahl meiner Konzerte immer mit einem roten Faden durchzuziehen pflege, wählte ich als Motto unseres ersten Konzertteiles “Musique Francaise – a´la carte”. So kamen die Ouvertüre zur Oper “Martha” von F. von Flotow und eine Suite aus der Oper “Carmen” von Georges Bizet hinzu. Obwohl Flotow kein Franzose war, lehnt sich sein Musikstil in Charakter und Eleganz doch sehr an Aubert an. Als pondon dazu spielten wir im zweiten Konzertteil unter dem Motto: “Am Broadway” bekannte Musicalmelodien von F. Loewe, A.L. Webber und L. Bernstein.

VN: Was ist denn überhaupt das Reizvolle an diesem fast vergessenen französischen Komponisten L.J. Ferdinand Hérold?

Kurt Gmeiner: Seine Opern sind neben seiner Melodienvielfalt von einem starken rhythmischen Impetus durchdrungen. Die Ouvertüre zur Oper “Zampa” und das Ballett “La Fille Mal Gardeé” sind die bekanntesten Werke des französischen Komponisten elsässischer Herkunft und werden heute noch gespielt.

VN: Worin liegt Ihrer Meinung nach der besondere Reiz der französischen / spanischen Musik für das Vorarlberger Publikum begründet?

Kurt Gmeiner: Es ist sicher die sehr sensorische, natürlich leicht romantische Musik, voller Virtuosität, Energie, voller Rhythmen und raffinierter Klangfarbenspiele, welche alles in allem eine große Anziehungskraft auf die Hörer ausübt.

VN: A propos Klangideal: Natürlich denkt man an die Ruhe, mit der Sie in die Tiefen der Musik und einzelner Klänge einzutauchen verstehen oder ist es etwas ganz anderes?

Kurt Gmeiner: Mein Klangideal versuche ich durch eine ausgewogene Balance zwischen den einzelnen Registern zu erreichen. Durch das Wechselspiel der Register und durch Ausdünnung derselben ist es mir möglich, die gewünschte Klangfarbe zu realisieren. Dazu bedarf es jedoch guter Musikanten die ihr Instrument beherrschen und diese habe ich Gott sei Dank.

VN: Man sagt Ihnen eine besondere Ruhe, Besonnenheit und Souveränität nach. Woher beziehen Sie diese?

Kurt Gmeiner: In der Familie finde ich die Kraft und Ruhe, die man mir nachsagt. Wenn man als Dirigent mit sehr vielen Leuten zu tun hat, Musikern, Zuhörern, Politikern usw., glaube ich, dass es sehr wichtig ist, über eine gewisse Ruhe verfügen, um die richtigen Worte und Entscheidungen treffen zu können.

VN: In Konzertkritiken ist von Ihnen als einem Mann die Rede, der Musiker und Zuhörer gleichermaßen begeistert. Des Weiteren von einem Dirigenten und Interpretationen von erschütternder Klarheit. Wie geht man mit solchem Kritikerlob um?

Kurt Gmeiner: Schwer zu sagen. Das Wichtigste ist die Übermittlung dessen, was von Herzen kommt. Wenn es glaubhaft aus Deinem Inneren kommt, dann spricht es nicht nur das Publikum, sondern bestimmt auch die Kritiker an.

VN: Welche besonderen Schwerpunkte setzen Sie in der Zukunft?

Kurt Gmeiner: Den von mir eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten, um zusammen mit meinen Musikanten uns selbst und dem Publikum Freude zu bereiten.

VN: Herr Gmeiner, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute!

Kontakt zum MV Concordia über Michael Bösch (Obmann) Tel.: 0664/ 9110251

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