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Vettel unantastbar: Dritter Sieg in Serie in Singapur

Vettel in WM bereits 60 Punkte vor erneut zweitplatziertem Alonso
Vettel in WM bereits 60 Punkte vor erneut zweitplatziertem Alonso ©EPA
Sebastian Vettel fährt unaufhaltsam seinem vierten Formel-1-WM-Titel in Serie entgegen. Der deutsche Red-Bull-Star dominierte am Sonntag wie erwartet den Grand Prix von Singapur.
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Vettel siegte mit dem größten Vorsprung der laufenden Saison. Seinen Punktepolster auf den erneut zweitplatzierten Spanier Fernando Alonso in der WM baute der Titelverteidiger sechs Rennen vor Schluss auf 60 Zähler aus.

Vettel vor Alonso und Räikkönen

Vettel war auch von einer Safety-Car-Phase nach einem Unfall seines künftigen Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo nicht zu bremsen. Der 26-Jährige triumphierte 32,6 Sekunden vor Alonso und 43,9 vor Kimi Räikkönen. Die Aufholjagd von Vettels mit Saisonende scheidendem Stallrivalen Mark Webber wurde im Finish von einem Getriebeschaden am RB9 gebremst.

“Ich bin fast sprachlos”

Der Bolide von Vettel dagegen lief perfekt. “Ich genieße den Moment, das Auto ist fantastisch. Ich bin fast sprachlos”, sagte der Seriensieger, der schon in den beiden vergangenen Nachtrennen auf dem Stadtkurs in Singapur gewonnen hatte. “Das ist eines meiner Lieblingsrennen. Körperlich ist es vielleicht das anstrengendste überhaupt”, meinte Vettel nach der Zwei-Stunden-Schlacht bei tropischen Bedingungen.

Der Weltmeister freute sich über seinen siebenten Saisonsieg, den dritten hintereinander nach seinen Demonstrationen in Spa und Monza. Auch diesmal landete sein härtester Widersacher Alonso auf Platz zwei. Der Ferrari-Star katapultierte sich wieder einmal mit einem Blitzstart von Platz sieben auf drei nach vorne. Danach profitierte er von seinem frühen Boxenstopp in der Safety-Car-Phase.

Vettel außer Konkurrenz

Gegen Vettel war aber kein Kraut gewachsen. “Er war das ganze Wochenende zu schnell für uns”, gestand Alonso. In der entscheidenden Phase vor seinem zweiten Stopp fuhr der Deutsche fast zwei Sekunden pro Runde heraus. “Normalerweise müssen wir ihn sogar etwas kontrollieren, diesmal haben wir ihn einfach von der Leine gelassen”, erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. “Er war zwei Sekunden schneller als alle anderen, das war phänomenal.”

Ewige Bestenliste: Vettel vor Alonso

Mit dem 33. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere zog Vettel in der ewigen Bestenliste an seinem Dauerrivalen Alonso (32) vorbei. Der Ausnahmekönner ist damit auch in dieser Wertung der erfolgreichste aktive Formel-1-Pilot. Räikkönen vermochte in seinem ersten Rennen nach Feststehen seines Wechsels zu Ferrari trotz Rückenproblemen zu überzeugen. Der finnische Ex-Weltmeister wurde dank kluger Strategie trotz Startplatz 13 noch Dritter.

Ricciardo machte ausgerechnet im zweiten Rennen nach Bekanntgabe seiner Beförderung vom Zweitteam Toro Rosso ab der kommenden Saison einen folgenschweren Fehler. Der Australier bremste in Runde 25 zu spät, krachte in die Streckenbegrenzung. In der folgenden, für Singapur obligatorischen Safety-Car-Phase zogen mit Ausnahme von Red Bull und Mercedes alle Spitzenteams ihren zweiten Boxenstopp vor.

“Strategiefehler” bei Mercedes

Für Mercedes erwies sich die Entscheidung als die falsche. Der bis dahin zweitplatzierte Nico Rosberg und Lewis Hamilton kamen am Ende nicht mehr über die Plätze vier und fünf hinaus. “Das war ein klarer Strategiefehler”, kritisierte Team-Aufsichtsratsschef Niki Lauda. “Das darf nicht mehr passieren.” Weil einige Fahrer Probleme mit ihren Reifen bekamen, spitzte sich das Rennen hinter Vettel, Alonso und Räikkönen im Finish aber noch einmal dramatisch zu.

Silberpfeile auf 7. und 8. Rang

Die McLarens von Jenson Button und Sergio Perez etwa fielen hinter die beiden Silberpfeile und Felipe Massa im Ferrari auf die Ränge sieben und acht zurück. Webber verabschiedete sich mit Defekt, sein Auto fing in der letzten Runde sogar Feuer. Der Australier suchte daraufhin eine Mitfahrgelegenheit zu den Boxen – und fand sie auf dem Boliden seines Freundes Alonso. Das nächste Rennen steigt am 6. Oktober in Südkorea.

Endstand nach 61 Runden:

1. Sebastian Vettel GER Red Bull 1:59:13,132
2. Fernando Alonso ESP Ferrari +32,627
3. Kimi Räikkönen FIN Lotus 43,920
4. Nico Rosberg GER Mercedes 51,155
5. Lewis Hamilton GBR Mercedes 53,159
6. Felipe Massa BRA Ferrari 1:03,877
7. Jenson Button GBR McLaren 1:23,354
8. Sergio Perez MEX McLaren 1:23,820
9. Nico Hülkenberg GER Sauber 1:24,261
10. Adrian Sutil GER Force India 1:24,668
11. Pastor Maldonado VEN Williams 1:28,479
12. Esteban Gutierrez MEX Sauber 1:37,894
13. Valtteri Bottas FIN Williams 1:45,161
14. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso 1:53,512
15. Mark Webber AUS Red Bull 1 Runde
16. Giedo van der Garde NED Caterham 1 Runde
17. Max Chilton GBR Marussia 1 Runde
18. Jules Bianchi FRA Marussia 1 Runde
19. Charles Pic FRA Caterham 1 Runde

Out: Daniel Ricciardo (AUS/Toro Rosso), Romain Grosjean (FRA/Lotus), Paul di Resta (GBR/Force India)

(APA)

 

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