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Vernetzte Machenschaften

Bregenz - Kripo-Abschlussbericht zur Causa Ratz enthüllt erstaunliche Hintergründe um die Testamentsfälschungen.
Ratz akzeptiert die Anklage
Richterin Ratz wird angeklagt
Ratz-Anwalt im Gespräch
Justiz erhebt Anklage
Grass: "Ungewissheit ist vorbei"
Willis gefälschter letzter Wille
Anklageschrift über 200 Seiten stark
Chronologie der Causa Ratz
Eine Anklage mit Sprengkraft

Die Anklageschrift gegen Richterin Kornelia Ratz steht. Beschuldigt sind darin auch die Gerichtsmitarbeiter Jürgen H., Clemens M., Walter M. (pensioniert) und Jürgen Th. sowie der Banker Markus H. Nicht belangt werden Mutter und Tante der ehemaligen Landesgerichtsvizepräsidentin, Marlene R. und Mathilde H. und das, obwohl sie im viel detaillierteren, den VN vorliegenden Abschlussbericht der Kriminalpolizei, der als Grundlage für die Anklageschrift dient, im Zusammenhang mit dem gefälschten Mutschler-Testament massiv belastet werden.

Die Kollegen

Laut dem 96-seitigen Polizei-Bericht spielt auch der frühere Lustenauer Kommunalverwalter Oskar B. eine nicht unwesentliche Rolle. Oskar B., ehemaliger Feuerwehrchef von Lustenau und des Bezirks Dornbirn, wird im Zusammenhang mit den Machenschaften beim gefälschten Anna-Isele-Testament erwähnt – gemeinsam mit dem Angeklagten Walter M. Beide sind langjährige Bekannte und waren als Winkelschreiber bekannt. Laut Polizeibericht waren Oskar B. und Mathilde H., die früher auch bei der Gemeinde arbeitete, kurzzeitig liiert. Für Mathilde H. und Marlene R. schien das alles andere als ein Nachteil gewesen zu sein (siehe Faksimile).

„Plan geschmiedet“

Nach den Erkenntnissen der Kripo-Ermittler waren Mutter und Tante von Kornelia Ratz die Urheber jenes Schreibens an den damaligen Lustenauer Bürgermeister Hans-Dieter Grabher, mit dem dieser aufgefordert werden sollte, als Rechtsnachfolger der Legatarin Ida Grabher aufgrund der angeblichen Nähe seiner Mutter zum Nationalsozialismus gemeinsam mit seinen Geschwistern auf ihren Teil des Mutschler-Erbes zu verzichten. Die beiden Schwestern „schmiedeten den eben genannten Tatplan“, heißt es. Auch werden die beiden gleichrangig mit ihrer Tochter bzw. Nichte als Verdächtige bei der Nötigungshandlung gegen Markus H., den Bruder des Hauptverdächtigen Jürgen H., genannt. Von diesem forderte Kornelia Ratz vehement 23.000 Euro zurück, die er für den Verzicht auf den Anteil vom Mutschler-Erbe von dieser erhalten hatte. Akribisch genau spannen die Kriminalisten den Bogen zwischen der auffallenden Passivität der Ratz-Damen beim Isele-Testament, dessen offensichtliche Fälschung sie widerstandslos hinnahmen, und den geballten Aktivitäten beim gefälschten Mutschler-Testament. Mathilde H. als Sachwalterin habe die übrige Verwandtschaft des Willi Mutschler nach dessen Tod über sein Vermögen weitestgehend im Dunkeln gelassen, obwohl in der Abhandlung der Mutschler-Verlassenschaft von Oktober 2004 bis zum Auftauchen des Testaments Mitte Februar 2005 praktisch nichts weiterging. Die Kriminalbeamten schreiben von „der Verdachtslage“, wonach im Hintergrund Gespräche mit Mathilde H. und Marlene R. geführt worden seien, wie ein Testament auf den behinderten Erblasser gestaltet sein könnte. Der Staatsanwaltschaft erschienen all diese Ermittlungsergebnisse über Marlene R. und Mathilde H. jedoch als zu wenig beweiskräftig, um sie in die Anklageschrift aufzunehmen. (VN/ HK)

 

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