Verkehrsplanung im Raum Brugg

Ausführliche Diskussionen zu den präsentierten Varianten.
Ausführliche Diskussionen zu den präsentierten Varianten. ©A. J. Kopf
Straße, Bus und Bahn in Diskussion

Auf großes Interesse stieß die erste Informationsveranstaltung zum laufenden Planungsverfahren über die Mobilität im Rheintal. Der Pfarrsaal in Höchst war am Donnerstag, 10. März, sehr gut besucht. Auch viele Fußacherinnen und Fußacher ließen sich den Anlass nicht entgehen.

Ausführliche Informationen über die Planungsvorhaben, den Verlauf des konsensorientierten Prozesses sowie die verschiedenen geprüften Varianten gaben Anlass zur Diskussion. Dafür stand ausreichend Zeit zur Verfügung. Alle Interessierten konnten ihre Fragen bereits am Nachmittag oder Abend deponieren, die ab 20:00 Uhr von den anwesenden Fachleuten beantwortet wurden.

Selbstverständlich stellten sich auch die anwesenden Politiker der Diskussion, ob Landesrat Mag. Karlheinz Rüdisser oder die Bürgermeister Ernst Blum und Werner Schneider sowie Gemeinderäte und Gemeindevertreter.

= Warum gerade Brugg? =

In Höchst war das beherrschende Thema die Frage, weshalb eine Straßenverbindung Richtung Schweiz offenbar ausschließlich in Höchst-Brugg möglich sein soll. Projektleiter Christian Rankl erläuterte, dass die umfassende Prüfung sämtlicher Varianten und Alternativen zum Ergebnis gelangt war, dass nur eine Verbindung der Autobahnen im Unterland eine wirksame Verkehrsentlastung bringen kann. Eine Straßenbahn wäre sehr teuer und ohne Entlastungswirkung, eine Straße im Raum Mäder würde Lustenau, Hard, Fußach und Höchst nicht entlasten.

Jetzt wird geprüft, ob die vorgeschlagene Trasse zwischen Dornbirn Nord, der Senderstraße/Zellgasse und Brugg-St. Margrethen kein EU-Recht verletzt.

= Tunnel unter Brugg =

Zu Bedenken von Bewohnern des Höchster Ortsteils Brugg – wo auch Fußacher betroffen wären – über zu erwartende Belästigungen verwiesen die Fachleute auf die Unterflurlösung in diesem Bereich. Der Großteil der Variante “E-neu” würde in Brugg laut Plan in einem Tunnel geführt. Während derzeit Bewohner im Zentrum von Höchst oft unter starken Lärmbelästigungen von 70 Dezibel leiden, würde im Bereich der neuen Straßenverbindung die nächtliche Belästigung 45 dB nicht überschreiten. Die Reaktionen der Skeptiker zeigten, dass sie bisher von der Argumentation nicht überzeugt worden sind.

= Öffentlicher Verkehr =

Mehrfach wurde darauf verwiesen, dass nicht die Straßentrasse allein Beratungsgegenstand war, es ging um die Mobilität im Rheintal. Deshalb gibt es auch konkrete Vorschläge zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Vorrang für Busse, optimaler Verbindung zwischen Bus und Bahn, Verbesserungen für den Radverkehr sowie bewusste Benachteiligung des Pkw-Verkehrs.

Noch diesen Sommer soll der Landesregierung das Ergebnis des Verfahrens vorgelegt werden. Aussagen zum Zeitpunkt einer Entscheidung oder gar Baubeginns für die Straßenverbindung in die Schweiz waren den Fachleuten nicht zu entlocken. Diese Entscheidungen werden anderswo getroffen. Grundsätzlich sei aber in Verkehrsfragen keine Lösung völlig ohne Konflikte möglich.

Bürgermeister Werner Schneider bedankte sich beim Team und bei den interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Er bat darum, dass nicht Höchster vom Dorf und von Brugg gegeneinander ausgespielt werden, sondern dass miteinander nach einer möglichst verträglichen Lösung gesucht wird.

= Termine in Lustenau, Bregenz und Lauterach =

Am Freitag, 11. März, wird im Reichshofsaal Lustenau informiert.
Am Dienstag, 15. März, gibt es Informationen im Hotel Mercure in Bregenz
und am Mittwoch, 16. März, im Lauteracher Hofsteigsaal.

Kirchplatz 10,Höchst, Austria

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