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Verfrühtes Aus für Ärzte-Pilotprojekt

Die Gemeindeärzte Karl-Heinz Grotti (l.) und Stefan Beer wurden zum politischen Spielball.
Die Gemeindeärzte Karl-Heinz Grotti (l.) und Stefan Beer wurden zum politischen Spielball. ©Helmut Welte
Von VN/Jörg Stadler.    Die Kommune Klaus holte ihren Gemeindearzt aus Praxisgemeinschaft in Weiler zurück.

 

Klaus, Weiler. (VN-sta) Für die einen ist es eine „gute Lösung“, die anderen sprechen von einem gemeindeübergreifenden Pilotprojekt, das man kläglich scheitern hat lassen. Sicher ist: Das Verhältnis zwischen den Nachbargemeinden Klaus und Weiler ist nach dem Hickhack um den Standort der Kassenärzte deutlich abgekühlt. Die Praxisgemeinschaft der beiden Gemeindeärzte Karl-Heinz Grotti und Stefan Beer ist seit Oktober 2013 in Betrieb. Eigentlich sollte das Pilotprojekt eineinhalb Jahre lang laufen und dann evaluiert werden (VOL.AT und VN berichteten). Doch nun ist fix: Die Gemeinde Klaus pfeift ihren Kassenarzt frühzeitig wieder zurück. „Es ist geplant, dass Herr Beer ab Oktober wieder bei uns im Ort ordiniert“, so der Klauser Bürgermeister Werner Müller. Man wolle den Arzt wieder im Ort haben, so die Begründung. Bis die neue Praxis im „Frick Haus“ ausgebaut ist, kann der Klauser Gemeindearzt noch bei seinem Kollegen in Weiler bleiben. Auch Frickhaus-Eigentümer Jürgen Morscher hofft, dass die Umbauarbeiten im Oktober erledigt sind. „Ich warte nur noch darauf, dass der Baubescheid rechtskräftig wird, dann geht es los.“

 

„Einfach abgewürgt“

Wenig erfreut über die Rückholung des Gemeindearztes ist Weilers Vizebürgermeisterin Claudia Freek. Sie findet es schade, dass „dieses zukunftsweisende Pilotprojekt einfach abgewürgt“ wurde. Vor allem über die Vorgangsweise des Klauser Bürgermeisters echauffiert sich Freek. Müller habe nicht kommuniziert, so Freek. „Wir haben uns immer gut verstanden. Zwischenzeitlich ist das Verhältnis sehr angespannt.“

Grotti selbst berichtet von vielen positiven Rückmeldungen. Natürlich seien vor allem die kundenfreundlichen Öffnungszeiten von Montag bis Freitag sehr gut angekommen. Für einen dauerhaften Betrieb einer Praxisgemeinschaft sei es aber notwendig, dass die Gebietskrankenkasse ein flexibleres Zeitmanagement zulasse.

 

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