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Vereine im Fokus: Krankenpflegeverein Nofels

Einige Mitglieder des KPV Nofels bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Haus Nofels.
Einige Mitglieder des KPV Nofels bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Haus Nofels. ©B. Koeck
Feldkirch-Nofels. (BK) Der 1927 gegründete KPV der Pfarre Nofels blickt auf eine rege Vereinsgeschichte und stolze Zahlen aus aktuellen Tätigkeiten zurück.
KPV Nofels im Portrait

Am 18. Februar 1927 hat die Gründungsversammlung des KPV der Pfarre Nofels im Gasthof Löwen stattgefunden. Der Nofler Krankenpflegeverein gehörte somit zu den zehn ersten Krankenpflegevereinen in Vorarlberg. Seit damals hat sich der Verein ungewöhnlich stark entwickelt. Von den in Nofels gemeldeten 1.568 Haushalten sind mittlerweile 660 Mitglied. Wurde 1927 eine Schwester mit einem Monatslohn von ÖS 35,– (oder EUR 2,54), plus einem Paar neue Schuhe pro Jahr sowie einer Schuhreparatur eingestellt, sind heute fünf Dipl. Gesundheits- und Krankenschwestern (DGKS) um die Pflege der Nofler Bevölkerung bemüht.

 

Im Jahr 1964 wurde zur Erleichterung der Arbeit für die Schwestern ein Fernsprechanschluss in der damaligen Schwesternstation Franz-Heim-Gasse 7 installiert. Heute sind die Schwestern mit modernen Geräten wie Telefon, Anrufbeantworter, FAX, PC und Handy ausgestattet. Der Verein beschäftigte 1988 eine Krankenschwester: Sr. Maria Martha, war damals als Ordensschwester von der Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Schwestern Kettenbrücke in Innsbruck bereits am 1. Sept. 1977 für ihren Dienst in der Hauskrankenpflege Nofels freigestellt worden. “Damals betreute Sr. Maria Martha neben Nofels zu einem Drittel auch Patienten von Tosters und war zwischen den beiden Ortsteilen anfänglich immer auf ihrem Fahrrad unterwegs” erinnert sich Obmann Werner Gopp. “Im Laufe der Jahre nahm die Arbeit einen immer größeren Umfang an.”

 

Obmann Gopp schwelgt etwas nostalgisch in Erinnerungen und stellt einen weiteren Vergleich von damals zu heute an: “Das erste Auto – ein gebrauchter FIAT 128 – wurde Ende November 1977 angeschafft. Heute stehen dem Pflegepersonal zwei neue Dienstauto zur Verfügung.” 1996 nutzte der Krankenpflegeverein die Chance und bezog im neu errichteten „Haus Nofels“ sein neues Quartier, welches nunmehr genügend Arbeits- und Büroräumlichkeiten bietet. Nach 25jähriger Obmanntätigkeit übergab Robert Domig im April 2013 die Vereinsleitung an Werner Gopp. Robert Domig hatte 1988 Frau Gertraud Matejicek-Scherrer als Obfrau des Vereins abgelöst.

 

“Der Krankenpflegeverein ist eine ‚Solidargemeinschaft‘. Alle Mitglieder, die einen jährlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von EUR 33 leisten, machen es möglich, dass auch in Zukunft professionelle Pflege zu günstigen Konditionen angeboten werden kann” so Gopp. Von den rund 180.000 Euro Fixkosten (ca. 170.000 Personalkosten, 10.000 Betriebskosten) muss der Verein 4 0% selbst mit Mitgliedsbeiträgen, Pflegebeiträgen, Spenden und Einnahmen aus Vereinsaktivitäten finanzieren. Der Rest – 60 % – wird durch Land, Stadt und Krankenkasse finanziert. Die eigentliche Tätigkeit der Hauskrankenpflege durch das Schwesternteam unter der Leitung von DGKS Monika Dobler wird von der Vereinsleitung in allen Belangen unterstützt. “Der Verein hat sich in den Jahren seines Bestehens zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb entwickelt” betont Gopp stolz. Erstes Ziel sei es, Patienten in ihrem häuslichen Umfeld professionelle Pflege anzubieten, um einen Heim- oder Krankenhausaufenthalt zu vermeiden oder nach Krankenhausaufenthalten die nötige Pflege zu Hause zu gewährleisten. “In Zukunft sollen vermehrt gesundheitsfördende Aktionen angeboten werden, damit die Noflerinnen und Nofler lange fit und gesund bleiben.”

 

Partnerschaf(f)t mit Herz

Unter der Leitung von Werner Gopp wird jährlich die Veranstaltung “Partnerschaf(f)t mit Herz” in der 3. Klasse Volksschule Nofels angeboten. “Kinder erfahren dabei spielerisch, was Gebrechlichkeit für die betroffenen Menschen bedeutet, und wie die Hauskrankenpflege vorbeugend und unterstützend helfen kann” sagt der Obmnn. Die seit vielen Jahren durchgeführte Altpapieraktion, die Blutspendeaktion sowie das alljährliche Nofler Adventmärktle finden in der Bevölkerung großen Anklang und werden in den nächsten Jahren wieder angeboten. Auch der seit dem Jahr 2015 aufgelegte Nofler Kalender “Anno dazumal” mit alten Ansichten aus Nofels, Bangs und Fresch hat bereits in der dritten Auflage seine Fortsetzung gefunden und ist bei der Nofler Bevölkerung sehr begehrt. Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden hat der Krankenpflegeverein Nofels gemeinsam mit den anderen Feldkircher Krankenpflegevereinen aktiv am Projekt „Gerne Älter werden in Feldkirch“ der Stadt Feldkirch mitgewirkt. Alle Anstrengungen werden unternommen, um das hohe Niveau der Hauskrankenpflege in Nofels weiterhin sicher zu stellen und das soziale Wohlbefinden und die Gesundheit der Nofler Bevölkerung weiter zu fördern.

 

Weitere Informationen unter: www.hauskrankenpflege-vlbg.at

 

UMFRAGE: Was gefällt Ihnen am Verein?

 

“Dass die Menschen bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit in ihrer gewohnten Umgebung fachlich und menschlich betreut werden.” (Hannelore Zech, 65, Feldkirch).

“Ich möchte junge Leute animieren, Mitglied zu werden, um in späteren Jahren vom KPV zu profitieren. Nur wenn jüngere Mitglieder nachkommen, ist ein Fortbestand des Vereins für ältere Menschen gesichert.” (Klaus Müller, 64, Feldkirch)

“Es ist gut zu wissen, dass der KPV für mich da ist, wenn ich ihn brauche.
Als Leiterin der Turngruppe möchte ich ein DANKE an den KPV aussprechen, dass es das Seniorenturnen in Nofels gibt.” (Helene Müller, 62, Feldkirch)

“Der KPV ist ein in unserem Dorf nicht wegzudenkender Verein, ist er doch bei den verschiedensten Anlässen immer dabei. Was ich besonders erwähnen möchte, ist die Organisation der jährlichen Blutspendeaktion, div. Vorträge im Gesundheitsbereich und dass für die Senioren-Turnabende angeboten werden.” (Ferdinand Oehry, ohne Foto, Feldkirch)

 

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