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Verdächtiger im Mordfall Lübcke widerrief Geständnis

Stephan E. wurde Ermittlungsrichter vorgeführt
Stephan E. wurde Ermittlungsrichter vorgeführt ©APA (dpa)
In Deutschland hat im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke der Tatverdächtige Stephan E. laut einem Bericht sein Geständnis zurückgenommen.
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"Mein Mandant hat heute sein Geständnis widerrufen", zitierte die "Bild"-Zeitung am Dienstag den neuen Anwalt des Tatverdächtigen, Frank Hannig. Die Bundesanwaltschaft wollte den Bericht nicht kommentieren.

Weitere Angaben zu dem Widerruf machte der Anwalt laut "Bild"-Zeitung nicht. Er gab demnach lediglich an, dass es auf Antrag von E. einen Verteidigerwechsel gegeben habe. Er selbst sei als Pflichtverteidiger beigeordnet worden. Auch der Südwestrundfunk berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass E. seine früheren Angaben widerrufen und ansonsten zu den Vorwürfen geschwiegen habe.

Rechtsextremer Hintergrund vermutet

Der Verdächtige hatte vergangene Woche nach Angaben der Bundesanwaltschaft ein Geständnis abgelegt. Er bezeichnete sich demnach als Einzeltäter. Die Bundesanwaltschaft zog den Fall an sich, weil sie von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat ausgeht.

Die Behörde erwirkte deshalb am Dienstag auch einen neuen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen, der den bisherigen durch das Amtsgericht Kassel ersetzt. Offenbar widerrief E. dabei vor dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs sein Geständnis.

(APA/ag.)

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