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Vater nach harmlosem Selfie als Pädophiler gebrandmarkt

Kampagne wurde Familienvater fast zum Verhängnis.
Kampagne wurde Familienvater fast zum Verhängnis. ©Facebook
Ein komplett harmloses Selfie wurde einem Australier zum Verhängnis: Der Mann schoss ein Foto von sich und Darth Vader, um es an seine Kinder zu senden. Doch plötzlich sah er sich im Internet einem Shitstorm ausgeliefert - als angeblicher Pädophiler.

Sein erstes Selfie hätte laut “stern.de” einem Australier fast seinen Ruf gekostet. Eigentlich war der Mann in Melbourne gerade auf der Suche nach einem Geschenk für seine Partnerin, als er einen Star-Wars-Aufsteller entdeckte. Der Vater dreier Teenager und seine Familie lieben die Saga. Deshalb wollte er nur “ein albernes Papa-Foto” an seine Kinder schicken – ein Selfie mit Darth Vader!

Vor dem Aufsteller befanden sich auch einige Kinder. Der Mann hatte das Gefühl, sie mit seiner Aktion vom Betrachten des Aufstellers abzuhalten, deshalb grüßte er sie und sagte, er wolle nur schnell ein Foto an seine Kinder schicken. Das sollte ihm zum Verhängnis werden.

Eine Mutter, die die Szenerie beobachtet hatte, dachte, der Mann hätte Fotos von ihren Kindern angefertigt. Sie rettete “empört” ihre Kinder – dann verfolgte sie den Mann, und schoss selbst ein Foto von ihm. Damit ging sie zur Polizei. Doch nicht nur das: Sie veröffentlichte das Bild auf Facebook, damit nicht noch andere Kinder “Opfer” des “Perversen” würden.

“Ich war gerade in einem Geschäftstermin, als mein Telefon begann, ständig zu klingeln”, erzählte der Mann der Lokalzeitung “Knox Leader”. “Irgendwann rief ich endlich jemanden zurück und erfuhr, dass ich im Internet als Perverser bezeichnet wurde. Ich fühlte mich schrecklich. Es ist so beschämend und erniedrigend.” Sofort begab er sich zur Polizei, welche die Bilder auf seinem Smartphone auswertete. Fazit: Die Beamten bestätigten die Version des Vaters, das Selfe ist an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Die Folgen bekommt er allerdings auf der Straße zu spüren, er wurde bereits wüst beschimpft. Die Mutter hat indes ihren Fehler eingesehen, und sich “weinend” entschuldigt und den Post gelöscht. Das Opfer ihrer Unterstellung sieht von einer Klage ab, obwohl Anwälte dieser gute Chancen einräumen würden.

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