Vater der Armen und Kranken gefeiert

Bahá’í in Vorarlberg führen Gedenkfeiern wegen Pandemie online durch.  (Bild links: Abdu’l-Bahá, eine Zentralgestalt der Bahá’í-Religion Bild rechts: Schrein des Báb in Haifa)
Bahá’í in Vorarlberg führen Gedenkfeiern wegen Pandemie online durch. (Bild links: Abdu’l-Bahá, eine Zentralgestalt der Bahá’í-Religion Bild rechts: Schrein des Báb in Haifa) ©Bahá’í Gemeinde Feldkirch
Gedenkfeiern in Vorarlberg und weltweit: 1921 verschied Abdu’l-Bahá, ein Lehrer des Weltfriedens
Auch Bahai in Feldkirch gedenken heuer Abdul-Baha

FELDKIRCH Vor 100 Jahren verstarb Abdu’l-Bahá, eine Zentralgestalt der Bahá’í-Religion und zugleich ältester Sohn und Nachfolger ihres Religionsstifters Bahá’u’lláh. Pandemiebedingt führen die Bahá’í in Vorarlberg dazu heuer alle Feierlichkeiten lediglich online aus.

1844 in Teheran geboren, war Abdu’l-Bahá international bekannt als Verfechter sozialer Gerechtigkeit und Botschafter für den Weltfrieden. Von Kindheit an erlebte er religiöse Verfolgung und Verbannung. Mit einem historischen Besuch in Wien im April 1913 legte Abdu’l-Bahá den Grundstein zur Entfaltung der Bahá’í in Österreich. Dabei traf er auch die österreichische Schriftstellerin und Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner.

Weltweit humanitär

Bis zum Tod setzte sich Abdu’l-Bahá für die Armen und Entrechteten ein. Im ersten Weltkrieg leistete er humanitäre Hilfe in Palästina, als dort eine Hungersnot herrschte. Für seine Mitmenschlichkeit wurde er vom britischen Königreich zum Ritter geschlagen. Er traf Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik ebenso wie Obdachlose und Bettler und trat für eine dogmenfreie universelle Erziehung von Jungen und Mädchen ein.

Eine Erde, eine Menschheit

Das Bahá’ítum ist eine weltweit verbreitete und universale Religion, die von Bahá’u’lláh Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Bahá’u’lláh ruft dazu auf, die Erde als nur ein Land und alle Menschen als seine Bürger zu betrachten. Weltweit gibt es rund sechs Millionen Bahá’í Gläubige, Österreichweit derzeit rund 1.200 gläubige Bahá’í Anhänger.

Bahá’í in Vorarlberg

50 Jahre nachdem Abdu’l-Bahá in Haifa in Israel dahinschied, fasste der Bahá’í-Glaube übrigens erstmals in Vorarlberg Fuß: 1971 schloss sich der gebürtige Nüziger Hubert Galehr auf einem Popkonzert Schweizer Bahá’í-Gläubigen an und verbreitete schon bald den Glauben an die Einheit aller Völker und Religionen auch diesseits des Rheins. In Vorarlberg gibt es rund 80 Bahá’í Anhänger und in Feldkirch einen Geistigen Rat.

„Abdu’l-Bahá ist das vollkommene Vorbild. Dies kommt in seinem Zitat `Wenn andere ihre Speere nach euch schleudern, so bietet ihnen Milch und Honig als Gegengabe. Wenn Sie euch das Leben vergiften, versüßt ihnen die Seele´ zum Ausdruck“, erklärt Sebastian Bogensperger, Mitglied des Geistigen Rats der Bahá’í Feldkirch. HE

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