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Zwei Wechsel an der Spitze der Bregenzer Kulturpolitik

Trennung von Kulturamtsleiter Wolfgang Fetz - Stadträtin Reichart hört per Ende Mai auf.
Trennung von Kulturamtsleiter Wolfgang Fetz - Stadträtin Reichart hört per Ende Mai auf.
Bregenz. An der Spitze der Bregenzer Kulturpolitik gibt es zwei unerwartete Wechsel. Zum einen kündigte die seit 2005 im Amt befindliche Kulturstadträtin Judith Reichart (ÖVP) ihren Rückzug aus der Politik an. Zum anderen endet die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Leiter der Kulturabteilung, Wolfgang Fetz. Das Dienstverhältnis werde einvernehmlich aufgelöst, teilte die Stadt mit.

Als Ursache für die einvernehmliche Trennung von Fetz per Jahresende 2016 nannte die Stadt “unterschiedliche Ansichten über die künftige kulturpolitische Ausrichtung”. Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP) würdigte die Leistungen von Fetz und hob dabei etwa das Tanzfestival “Bregenzer Frühling”, die “Bregenzer Meisterkonzerte” oder zahlreiche Ausstellungen im “Magazin 4” hervor. Im Zuge des Abgangs von Fetz werde die Stadt auch Überlegungen anstellen, wie Teile des kulturellen Angebots neu ausgerichtet werden können, sagte das Stadtoberhaupt.

Laut einem ORF-Bericht beschäftigte sich der Bregenzer Stadtrat erst Dienstagnachmittag mit dem Kulturamtsleiter. Hintergrund war zu diesem Zeitpunkt ein Schreiben, in dem Mitarbeiter den Führungsstil von Fetz kritisierten. Die Stelle an der Spitze der städtischen Kulturabteilung wird neu ausgeschrieben.

 

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_D9P2619 ©Überraschender Rückzug von Kulturstadträtin Judith Reichart. (Bild: VOL.AT/Steurer)

Judith Reichart kündigt Rückzug aus der Politik an

Reichart wird per Ende Mai aus dem Bregenzer Stadtrat ausscheiden. Sie nehme die Veränderungen in der Kulturabteilung zum Anlass, ihren schon länger gehegten Wunsch nach einer Rückkehr in die operative Kulturszene umzusetzen. “Ich habe mich mehr als elf Jahre lang erfolgreich für die kulturpolitische Arbeit für die Landeshauptstadt Bregenz eingesetzt und bin stolz auf die vielen Akzente, die weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung und Anerkennung gefunden haben”, so die scheidende Stadträtin. (APA, Red.)

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