Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Unterschätzte Risiken beim Wandern – Umkehren ist kein scheitern

©Sicheres Vorarlberg
Die Bergsteiger- und Wandersaison ist schon in vollem Gange – und wie die schlimmen Bergunfälle in den letzten Wochen leider gezeigt haben, steigt auch wieder das Unfallrisiko am Berg.

Im Vergleich zum Winter sind Bergsportunfälle im Sommer zwar weniger häufig, jedoch signifikant häufiger tödlich. Insgesamt passierten im Jahr 2018 in Vorarlberg 15 tödliche Alpinunfälle. Die Bergsportdisziplin mit den meisten tödlichen Unfällen ist Wandern und Bergsteigen (5 Tote), abseits der gesicherten Skipisten konnte ein Alpintoter verzeichnet werden. Bei Betrachtung der letzten zehn Jahre ist zu bemerken, dass beim Wandern und Bergsteigen dreimal so viel tödliche Unfälle passieren wie abseits der gesicherten Skipisten.

In ganz Österreich starben im Jahr 2018 insgesamt 268 Menschen in den Bergen, 7230 wurden verletzt. Wie aus der Alpinstatistik des Kuratoriums für alpine Sicherheit hervorgeht, sind es im Vergleich zu 2017 22 Tote weniger.

Acht von zehn Todesopfern sind männlich

Frauen haben mit 55 Prozent der verletzten Personen am Berg mehr Unfälle zu verzeichnen. Männer jedoch verunglücken mit 82 Prozent deutlich häufiger tödlich als Frauen. Möglicherweise können Frauen Gefahren nicht nur besser einschätzen, sondern diese auch eher vermeiden. Zu erwähnen ist hier noch, dass mehr wie dreiviertel der Unfälle sich beim Abstieg ins Tal ereignen.

Ursachen häufig dieselben

Die häufigsten Ursachen für Unfälle sind stürzen, stolpern oder ausrutschen. Oftmals reicht ein kleiner Stolperer an einer ausgesetzten Stelle aus, um mehrere hundert Meter ins unwegsame Steilgelände abzustürzen. Erschöpfung und Fehleinschätzung bzw. Überschätzung des eigenen Könnens stellt ebenfalls eine Hauptursache für Unfälle am Berg dar. Somit ist eine Verhaltensprävention sowie die Forderung nach einer realistischen Selbsteinschätzung mit einer optimalen Tourenplanung wichtiger denn je.

Im Vorfeld informieren

Ebenfalls sollten sich Wanderer und Bergsteiger ihren Touren dementsprechend vorbereiten. Körperliche Fitness, Konditions- und Koordinationstraining sowie eine angepasste Ausrüstung sind hier gefragt. Ein Hilfsmittel für eine gute Vorbereitung bietet der PEAK-Bergcheck. PEAK steht für Planung, Einschätzung, Ausrüstung und Kontrolle. Sie dient als Hilfestellung vor und während der Tour. Diese wurde in Zusammenarbeit mit den Alpinorganisationen des Landes Vorarlberg erarbeitet und kann kostenlos über Sicheres Vorarlberg angefordert werden.

Umkehren ist kein Scheitern

Wer Zweifel hegt, sollte umkehren. Das ist kein Scheitern, sondern Vernunft. „Es zeigt von Mut und Stärke, eine Tour vorzeitig abzubrechen und umzukehren, anstatt den Gipfel zwingend besteigen zu wollen“, so Mario Amann Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg. Gegenseitige Rücksichtnahme und aufeinander Schauen in der Gruppe sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Quelle: SICHERES VORARLBERG/Amann

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Altach
  • Unterschätzte Risiken beim Wandern – Umkehren ist kein scheitern
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen