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„Unsere Wünsche haben sich erfüllt“

Für die Zukunft wünschen sich Gerti und Peter Schenk vor allem Gesundheit und es fein zu haben.
Für die Zukunft wünschen sich Gerti und Peter Schenk vor allem Gesundheit und es fein zu haben. ©Karin Lässer
Gerti und Komm.-Rat Peter Schenk feierten am 18. Juli 2020 ihren 50. Hochzeitstag und blickten im Kreis der Familie, Freunde und Bekannten auf ein erfolgreiches Leben zurück.
Goldene Hochzeit Gerti und Peter Schenk

Geboren in Rankweil wuchs Gerti, geb. Sonderegger, mit einem Bruder behütet in einem Drei-Genrationen-Haushalt auf und erlebte schöne Kinder- und Jugendjahre. Sie besuchte die Volks- und Hauptschule, absolvierte eine Spediteurinnenlehre und anschließend entwarf Gerti zwei Jahre Mode bei Otten, eine Arbeit, die ihr viel Freude bereitete.

Peter Schenk erblickte in Bad Ischl das Licht der Welt und wuchs in Linz auf. Nach der Pflichtschule und Friseurlehre wartete 1967 schon das Bundesheer auf ihn. Nach der Entlassung erhielt er durch einen glücklichen Umstand eine Stelle in Buchs im Friseurgeschäft Grab. 1972 wechselte Peter Schenk in die Selbstständigkeit und eröffnete in der Liechtensteiner Straße 60 in Feldkirch seinen ersten Salon.

Verliebt, verlobt, verheiratet

Am Bahnhof Rankweil lernten sich Gerti und Peter kennen und begegneten sich wieder auf einem Ball. „Peter holte mich zum Tanzen und als wir an der Bar etwas tranken, sagte er zu meinem Bruder Schwager. Das überraschte mich und gefiel mir, denn er war schon etwas Besonderes, höflich, freundlich und charmant“, erinnert sich Gerti. Nach eineinhalb Jahren, in denen ihre Liebe wuchs, beschlossen sie, am 18. Juli 1970 zu heiraten. Die standesamtliche Vermählung fand in Rankweil statt, und da es in Vorarlberg nicht möglich war, am Samstag kirchlich zu heiraten, gaben sie sich mit der Erlaubnis des Liechtensteiner Fürsten in Vaduz das Jawort. „Mein Kleid war wunderschön und ganz besonders war auch mein ewiglanger Tüllschleier aus Paris, und Peter sah in seinem Frack ausgesprochen gut aus“, schwärmt Gerti. Unvergessliche Flitterwochen verbrachten die frisch Vermählten in Italien. In Gertis Elternhaus in Rankweil entstand ihr erstes Zuhause, in dem sie 1971 glücklich ihren Schatz, Tochter Sandra, begrüßten, die in dem nun Vier-Generationen-Haus unbeschwert aufwuchs.

Erfolgreiches Paar

Ein Jahr nach der Hochzeit, Gerti war 22 Jahre alt, fand sie ihren Traumberuf, als sie als Friseurin im Geschäft ihres Mannes anfing zu arbeiten. „Sie war ein Supertalent und ist es heute noch“, meinte Peter voller Stolz. Nach der Eröffnung des ersten Friseursalons am 2. Februar 1972 wünschte sich Gerti einen Salon in der Innenstadt, der nach einem Fest am 1. Mai dann am 2. Mai 1986 im Rösslepark eröffnet wurde. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von drei auf 28, und rund 140 junge Menschen wurden erfolgreich zu Friseurinnen und Friseuren ausgebildet.

Auch im öffentlichen Leben stellten sich Erfolge ein. Die Spältabürger wählten sie 1977/78 zum Prinzenpaar. Mit einem kleinen Team, allen voran Hermann Mark und Peter Efferl, baute Peter Schenk die Faschingsgilde groß auf, der er als Präsident zehn Jahre vorstand. Im selben Jahre reihten sie sich in die weltweiten Intercoiffeure ein. Sie lernten Pierre Alexandre, den damaligen Weltpräsident, kennen, was ihnen viele Türen öffnete. 1988 wurde Peter Schenk Innungsmeister der Vorarlberger Friseure und es gelang ihm durch sein großes Engagement, Willen und Geduld aus dem Friseurgewerbe einen Beruf mit Niveau und Können zu gestalten. „Heute heißt es nicht mehr nur ,da Frisör‘, sondern, ah, an Frisör‘“, erklärt Peter Schenk. 22 Jahre übte er erfolgreich dieses Amt aus, das er im März 2010 an Günther Plaikner übergab. „In der Innung waren Größen wie Ölz, Christoph Schobel, Karl Sturn und Kurt Schatzmann, die mich immer sehr unterstützt haben.“ Da Peter in dieser Zeit viel unterwegs war, kümmerte sich Gerti um die Betriebe und die Lehrlingsausbildung.

„Sehr gefreut haben mich die Verleihung des Titels Kommerzialrat durch die Wirtschaftskammer und der Verdienstorden des Landes Vorarlberg, der mir durch LH Sausgruber überreicht wurde“, führt Peter Schenk weiter aus. „Durch das sehr gute Verhältnis zu Altbürgermeister Berchtold war es uns auch möglich, viele Shows und Veranstaltungen im Montforthaus durchzuführen. Auch um die Presse haben wir uns bemüht.“

Pensionszeit

Seit zwei Jahren ist das Paar in Pension und genießt in seiner Traumwohnung in Feldkirch die Ruhe. „Wir blicken optimistisch in die Zukunft und sind dankbar für jeden Tag, unsere vielen Freunde und Bekannten, die wir schätzen und die uns glücklich machen“, so die Jubilare. Voller Stolz erzählen sie von ihrer Tochter Sandra, die in die Fußstapfen der Eltern getreten ist. Ihr außergewöhnliches Talent brachte ihr schon weltweit Erfolge. Sie frisierte unter anderem in London, Paris, Mailand, New York, bei der Oscar-Verleihung in Las Vegas und in Wien bei der Loveparade. Sie führt den Salon in der Innenstadt erfolgreich weiter und wird von ihrem Mann Stephan unterstützt. Zahlreiche Souvenirs und Fotos erzählen von den vielen Reisen des Jubelpaares.

Jubelfest

„Unser goldenes Hochzeitsjubiläum war der Höhepunkt unseres Lebens. Im engsten Familienkreis zelebrierte Bischofsvikar Rudolf Bischof in der Friedhofskapelle eine Messe, Peter Efferl umrahmte die Feier musikalisch auf der Orgel. Sehr wortreich wurde dabei auch auf unser soziales Engagement eingegangen, die Stadtmusik überraschte uns, und das Fest im Hotel Montfort, in dessen Vorstand ich 20 Jahre mitgeholfen habe, war einfach großartig“, schwärmt Jubilar Peter Schenk.

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