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Unfallprävention wirkt

Vorbeugung und Gesundheitsförderung ein Gebot der Stunde.
Vorbeugung und Gesundheitsförderung ein Gebot der Stunde. ©Sicheres Vorarlberg
Die Prävention ist ein unverzichtbarer Eckpfeiler in der Gesundheitsförderung. Sie verhindert menschliches Leid und spart Kosten in einem teuren System. Prävention erfordert aber auch Eigenverantwortung.

Sicheres Vorarlberg engagiert sich seit Jahren erfolgreich in der Vermeidung von Heim-, Freizeit- und Sportunfällen, indem gezielt Personengruppen mit entsprechenden Aktionen angesprochen werden. Die Strategie geht auf, das Interesse der Bevölkerung steigt. Im vergangenen Jahr nahmen bei 572 Veranstaltungen, die in Kooperation mit Sicheres Vorarlberg durchgeführt wurden, rund 32.000 Personen teil, um über 7.000 mehr als im Jahr davor. Besonders Vereine und Institutionen, aber auch Gemeinden, Schulen und Kindergärten tragen die Initiativen mit. Ein besonderes Augenmerk in den kommenden Jahren ist der Sturzvorbeugung bei Senioren gewidmet.

 

Vorbeugung und Gesundheitsförderung ein Gebot der Stunde

 

Vorarlberg verfügt über eine menschliche, moderne und flächendeckende Gesundheits- und Spitalversorgung, die internationalen Standards entspricht. Das Land ist seit vielen Jahren Vorreiter in den Bereichen Vorsorge, Prävention (Krankheitsverhütung) und Gesundheitsförderung. „Um diesen Befund auch in Zukunft noch treffen zu können, ist es ein Gebot der Stunde, Vorbeugung und Gesundheitsförderung weiterhin stark zu betonen. Eine umfassende Gesundheitsvorsorge, Früherkennung von Krankheiten und die Vermeidung von Unfällen spielen nicht nur für den Gesundheitszustand eines jeden Einzelnen eine große Rolle, sondern haben auch einen kostendämpfenden Effekt im Gesundheitssystem“, führt Gesundheitslandesrat Christian Bernhard bei der Präsentation des Tätigkeitsberichtes 2013 von Sicheres Vorarlberg aus. „Mit dieser Initiative unter der Leitung von Franz Rein haben wir schon seit über 15 Jahren einen bewährten Partner, der mit seinen Aktionen und Veranstaltungen, Bewusstsein schafft und zum Mitmachen motiviert“.

 

Vom Baby bis zum Senior

 

Im Fokus von Sicheres Vorarlberg stehen alle Altersgruppen. So wurden bei 72 Veranstaltungen speziell Multiplikatoren wie Pflegepersonal, Kindergartenpädagoginnen, Lehrer und Trainer ausgebildet. 2013 waren insgesamt 85 Gemeinden im Rahmen von Sicheres Vorarlberg aktiv. Zu den emsigsten Kommunen zählten Viktorsberg, St. Anton, Langen bei Bregenz, Ludesch, Schruns, Lauterach und Feldkirch. Weitere eindrückliche Zahlen: Bei 90 Veranstaltungen in 42 Gemeinden nahmen 3.483 Kindergartenkinder teil. In Schulen führte Sicheres Vorarlberg mit Unterstützung der Partnerorganisationen 276 Aktionen durch und erreichte damit 10.935 Kinder.

 

Vernetzung & Erfahrungsaustausch als wichtige Basis

 

Die Ausrichtung von Präventionsmaßnahmen im Heim-, Sport- und Freizeitbereich basiert zum einen auf konkreten Unfallerhebungen, der Weiterentwicklung bestehender Programme sowie dem Lernen von guten Beispielen im In- und Ausland. Eine wichtige und wertvolle Unterstützung für die regionale Umsetzung bietet das Netzwerk der Gemeinde-Koordinatoren. Deshalb werden Vernetzung und der regelmäßige Erfahrungsaustausch mit ähnlich arbeitenden Einrichtungen großgeschrieben. „Im Mittelpunkt aller Aktionen muss aber die Förderung der Eigenverantwortung stehen“, betont Geschäftsführer Ing. Franz Rein.

 

Sicher ins Alter

 

Ein besonderer Schwerpunkt im 5-Jahres-Konzept von Sicheres Vorarlberg stellt die Sturzprävention bei Senioren dar. Rein: „Der Erhalt der Selbständigkeit von alten Menschen ist eine Herausforderung, die eine hohe soziale und auch wirtschaftliche Komponente hat.“ Geplant dazu ist eine Vortragsreihe in Kooperation mit den Volkshochschulen Vorarlberg, eine verstärkte Zusammenarbeit mit praktischen Ärzten, die Bereitstellung eines Senioren-Gesundheitspasses sowie ein neuer Kurs „Im Gleichgewicht bleiben“ für Leiterinnen von Bewegungsgruppen.
In Zusammenarbeit mit der Hauskrankenpflege wurde bereits ein Modellversuch für ein wirksames Sturztraining für Zuhause gestartet. Das so genannte Otago-Übungsprogramm hat sich international als effektive Methode gegen Stürze im Alter erwiesen.

Geschulte Übungsleiterinnen und Übungsleiter weisen Senioren in den Trainingsablauf ein und begleiten sie während eines Jahres. „Die Herausforderung besteht darin, alte Menschen zu motivieren, das Programm nicht abzubrechen, sondern es zu einem Teil des Alltags zu machen“, erklärt Franz Rein.

Wie wichtig Sturzprävention gerade im Alter ist zeigt sich daran, dass etwa 2012 fast 1.500 Menschen über 65 nach Stürzen stationär behandelt werden mussten.

 

Finanzierung & Partner

 

Sicheres Vorarlberg verfügt über ein Budget von rund 500.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zur Hauptsache durch das Land Vorarlberg, die Gemeinden und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt AUVA. Weitere Geldgeber sind die Sozialversicherungen.

 

Ein Beitrag von Fonds Sichere Gemeinden in Dornbirn/Ing. Franz Rein.

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