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Unbefriedigender Zustand: Nach wie vor fehlt eine Kassenstelle für Kinder- und Jugendheilkunde

Das Patient*innenaufkommen von zwei Praxen zu bewältigen ist für eine einzelne Praxis nicht möglich.
Das Patient*innenaufkommen von zwei Praxen zu bewältigen ist für eine einzelne Praxis nicht möglich. ©Praxis Dr. Nicole Häle
Für die Stadt Feldkirch ist die Situation, dass eine der beiden Kassenstellen für Kinder- und Jugendheilkunde in Feldkirch nach wie vor nicht nachbesetzt worden ist, äußerst unbefriedigend.

 

Seit der Pensionierung von Dr. Arthur Tscharre im vergangenen Juli konnte seitens der Ärztekammer keine Nachfolge für seine Kassenstelle gefunden werden. Dies stellt vor allem für die derzeit einzige Vertragsärztin in Feldkirch, Frau Dr. Nicole Häle, eine sehr schwierige Situation dar.

 

Übernahme

Viele Eltern, deren Kinder bei Herrn Dr. Tscharre in Behandlung waren, gehen davon aus, dass eine „automatische“ Übernahme in die Praxis von Frau Dr. Häle jederzeit möglich ist und reagieren mit Unverständnis, wenn Behandlungsanfragen abgewiesen werden. Es ist allerdings für eine einzelne Praxis so gut wie unmöglich, das Patient*innenaufkommen von zwei Praxen zu bewältigen.

 

Wahlarztpraxis als Möglichkeit

Um diesen Engpass zu umgehen, besteht derzeit die grundsätzliche Möglichkeit, die Wahlarztpraxis von Frau Dr. Jonas aufzusuchen. Allerdings müssen, da diese keinen Vertrag mit der Gesundheitskasse hat, die Behandlungskosten zunächst von den Eltern selbst übernommen werden. Eine Rückerstattung in Höhe von 80% jenes Tarifs, den die Krankenkasse für dieselbe Leistung bezahlt, ist möglich.

 

Unbefriedigender Zustand

Da auch diese Variante das bestehende Grundproblem nicht löst, versucht die Stadt Feldkirch im Rahmen ihrer leider begrenzten Möglichkeiten, die Suche nach einem Arzt oder eine Ärztin für Kinder- und Jugendheilkunde bestmöglich zu unterstützen. Bis jedoch tatsächlich eine Nachfolge für Herrn Dr. Tscharre gefunden werden kann, bleibt die Situation, wie Bürgermeister Wolfgang Matt es ausdrückt „für alle Beteiligten unbefriedigend und darf im Interesse des Wohlergehens unserer jungen Mitbürger*innen nicht zu einem Dauerzustand werden.“

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