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Umgebaute Lagerhallen: Asylquartier in Bludenzer Klarenbrunnstraße fix

Die leerstehenden Lagerhallen in der Klarenbrunnstraße wurden zum Notquartier für Flüchtlinge umgebaut.
Die leerstehenden Lagerhallen in der Klarenbrunnstraße wurden zum Notquartier für Flüchtlinge umgebaut.
Bludenz. Die i+R-Holzhalle in der Bludenzer Klarenbrunnstraße wird ein Flüchtlingsquartier. In etwa zwei bis drei Monaten sollen die ersten Familien einziehen. - Die Adaptierung hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt, da sie von i+R in Eigenregie ohne Absprache mit Land und Stadt durchgeführt wurde.

Der Bezug solle Schritt für Schritt erfolge, starten wolle man mit 50 Flüchtlingen, informiert Bürgermeister Mandi Katzenmayer in den “Vorarlberger Nachrichten” (Mittwochsausgabe).

Allerdings ist der Vertrag noch nicht unterschrieben, denn vorher sind seitens der Stadt noch einige Auflagen zu erfüllen. Unter anderem sollen den Flüchtlingskindern im Außenbereich Spielplätze zur Verfügung gestellt werden, auch ein Sichtschutz zur Straße soll kommen: “”Uns ist wichtig, dass sich die Familien nicht wie in einem Schaufenster fühlen”, so Katzenmayer. Auch will man, dass die Einrichtung von einem erfahrenen Caritas-Mitarbeiter geleitet wird.

Katzenmayr verlangt auch genügend Vorlaufzeit vor dem Einzug der ersten Flüchtlinge, denn er will vorher noch die Bevölkerung über das temporäre Quartier informieren. Dazu sei in den kommenden Wochen eine Informationsveranstaltung geplant, bei der man der Bevölkerung Rede und Antwort stehen wolle.

Schlechte Abstimmung mit der Stadt Bludenz

Enttäuscht zeigt sich Katzenmayr nach wie vor von der Informationspolitik von Land und i+R-Gruppe: Die Firma hatte die Lagerhallen in den vergangenen Monaten in Eigenregie zur Flüchtlingsunterkunft ausgebaut, ohne dies mit Land oder Stadt abzustimmen.

“Diese Vorgehensweise ist ärgerlich und kein sonderlich freundlicher Akt”, grollt Katzenmayr. Auch vonseiten des Landes habe es kaum Information gegeben – und wenn, dann immer nur auf Initiative der Stadt Bludenz. Im Jänner, als die Umbauarbeiten publik wurden, war inoffiziell die Rede davon, dass die i+R-Gruppe die Hallen dem Land als Unterkunft angeboten habe, der verlangte Mietpreis allerdings zu hoch gewesen sei. Offenbar sind sich i+R und Land in der Zwischenzeit einig geworden. (red; Sabrina Stauber, VN)

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