Umbau Bahnhof Lustenau: Bürgerinfo aus erster Hand

Der neue Bahnhof Lustenau wird als Drehscheibe für Bahn- und Busverkehr konzipiert.
Der neue Bahnhof Lustenau wird als Drehscheibe für Bahn- und Busverkehr konzipiert. ©Architects Ostertag
Rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zur Planausstellung ins Rathaus und holten sich spannende Infos zum geplanten Umbau Bahnhof Lustenau.
Planausstellung Bahnhof Lustenau

(Lustenau, 27.03.2015) Moderne, attraktive und kundenfreundliche Bahnhöfe sind der nachhaltige erste Eindruck und zugleich auch der Schlüssel zum Umstieg auf Bus und Bahn und damit auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität. Mit dem Umbau des Bahnhofes Lustenau steht zur Modernisierung der Verbindung St. Margrethen – Lauterach das nächste Bauprojekt bevor. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungs- und Genehmigungsphase. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2016 geplant.

Planausstellung informiert über das geplante Projekt

Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung im großen Sitzungssaal im Rathaus Lustenau informierten die ÖBB-Bauexperten am gestrigen Donnerstag ab 18 Uhr über das Projekt „Umbau Bahnhof Lustenau“. Die rund 200 Besucherinnen und Besucher haben sich zwischen 18 und 21 Uhr vor Ort an den vier Themeninseln bei den verantwortlichen ÖBB-Mitarbeitern aus erster Hand zu den Bereichen Gleisprojekt, Mobilität und Verknüpfung der Mobilitätsanbieter, Lärm und Baulogistik im Zusammenhang mit den Umbaumaßnahmen informiert. Ergänzend dazu wurden Videos, Visualisierungen sowie Pläne präsentiert. „Uns ist es wichtig die BürgerInnen und Kunden aus erster Hand zu informieren und sich den Fragen zu stellen. Die Veranstaltung war gut besucht und die Besucher zeigten großes Interesse“, so der verantwortliche ÖBB Projektteamleiter Arnold Fink.

Stufenloser Einstieg in die Nahverkehrszüge

In enger Zusammenarbeit zwischen ÖBB, Marktgemeinde Lustenau und dem Land Vorarlberg wird der Bahnhof Lustenau in den kommenden Jahren zu einer modernen Verkehrsstation umgebaut. Die Neuerrichtung des Bahnhofs bringt zahlreiche Verbesserungen für Bus und Bahn, sowie auch für den Fußgänger und Radverkehr. Herzstück wird der neue, 160 Meter lange, Mittelbahnsteig sein, der über eine Länge von 72 Metern überdacht sein wird. Die neuen Bahnsteigkanten mit einer Höhe von 55 cm gewährleisten einen stufenlosen Einstieg in die Nahverkehrszüge. Zum Schutz gegen Witterung wird in diesem Bereich eine verglaste Wartekoje für die Bahnkunden errichtet. Der Mittelbahnsteig wird bequem über die neue Unterführung, sowohl vom östlichen Siedlungsgebiet, als auch vom Busbahnhof, barrierefrei mit Liften oder durch Treppen erreichbar sein. Im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten werden auch die Gleisanlagen erneuert sowie die Sicherungs- und Stellwerksanlagen modernisiert. Damit der tägliche Bahnbetrieb auf der Strecke St. Margrethen – Lauterach so gering als möglich beeinträchtigt wird, erfolgt der Umbau in mehreren Phasen bei laufendem Bahnbetrieb.

Taktile Leitsysteme für Blinde und sehbehinderte Menschen

Im gesamten Bahnhofsbereich ist ein taktiles Leitsystem für Blinde und sehbehinderte Menschen vorgesehen. Das System ist mit den Schuhen, vor allem aber mit dem Langstock (Blindenstock) sehr gut tastbar und ermöglicht den sehbehinderten und blinden Menschen eine bessere Orientierung. Das Leitsystem wird bahnsteigparallel zu den Warnstreifen ausgeführt und schließt an die Stiegenaufgänge, Lifte, Bahnhofsgebäude und wichtige Punkte am Bahnhofsgelände an. Beschilderungen und Beschriftungen in Brailleschrift ergänzen die Maßnahmen für sehbehinderte und blinde Fahrgäste.

Busbahnhof mit Haltemöglichkeit für fünf Busse

Mit seinen vier Buskanten und Haltemöglichkeit für fünf Busse liegt der künftige, teilweise überdachte, Busbahnhof in unmittelbarer Nähe des Abganges der Fußgängerunterführung zu den Gleisen. Für die Kunden bedeutet dies einen kurzen Weg zu und von den Zügen. Gemeinsam mit der neuen Park&Ride Anlage mit 35 PKW-Abstellplätzen im nordwestlichen Bereich und einem separat geführter Radweg vom Kreisverkehr Hagstraße wird hier die optimale Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern geschaffen.

Großzügig konzipierte Fahrradabstellanlage

Im südwestlichen Bereich des teilweise überdachten Busbahnhofs wird eine großzügig angelegte Fahrradabstellanlage samt Fahrradboxen mit bis zu 202 Abstellplätzen in unmittelbarer Nähe der Unterführung errichtet. Im östlichen Bereich der Gleisanlagen sind im Endausbau bis zu 42 überdachte Radabstellplätze vorgesehen. Die Fahrradabstellanlage bietet damit im Endausbau Platz für bis zu 372 Fahrräder.

Lärmschutzwände werden verlängert

Auf der östlichen Seite der Gleise werden die bereits bestehenden Lärmschutzwände von der Mitte des Bahnhofes bis zum Ende der Bahngasse verlängert. Mit der ca. 620 Meter langen neu zu errichtenden Lärmschutzwand wird die letzte Lärmlücke hin zum östlichen Gemeindegebiet geschlossen.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 469 Millionen Fahrgäste und 109,3 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2014 mit 96,7 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 39.513 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.761 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

 

Quelle: ÖBB Holding AG/Zumtobel

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