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Luftangriffe auf ukrainische Städte Odessa und Mykolajiw

Stundenlanger Luftalarm in mehreren ukrainischen Städten nach Vergeltungs-Drohung von Putin.
Stundenlanger Luftalarm in mehreren ukrainischen Städten nach Vergeltungs-Drohung von Putin. ©APA/AFP, Sputnik/Alexander Kazakov/Kremlin via REUTERS
Der Süden und Osten der Ukraine sind in der Nacht auf Dienstag gemäß ukrainischer Angaben Ziel russischer Luftangriffe gewesen. 
Putin kündigt Vergeltung für Brücken-Angriff an
Verkehr auf Krim-Brücke unterbrochen - Explosionen gemeldet

Die Hafenstädte Odessa und Mykolajiw sowie die Regionen Donezk, Cherson, Saporischschja und Dnipro waren Drohnenangriffen ausgesetzt, teilt die ukrainische Luftwaffe über die Nachrichten-App Telegram mit. In mehreren ukrainischen Regionen ertönte in der Nacht stundenlang Luftalarm. Gegen 4:30 Uhr (Ortszeit) wurde die Warnung aufgehoben.

Im Hafen von Mykolajiw sei ein Feuer ausgebrochen, meldete der Bürgermeister der Stadt, Oleksandr Sjenkewytsch, auf Telegram. Die Lage sei ernst. Der Leiter der Militärverwaltung der Region Odessa, Oleh Kiper, erklärte, dass die Luftabwehr mehrere Angriffswellen abgefangen habe. Einzelheiten zu dem nächtlichen Drohnenangriff auf Odessa würden im Laufe des Vormittags bekannt gegeben, teilte der Sprecher der ukrainischen Militärverwaltung von Odessa mit.

Moskau kündigte Vergeltung an

Beide Städte bieten der Ukraine Zugang zum Schwarzen Meer für die Ausfuhr von Getreide. Das Abkommen zum Getreideexport aus der Ukraine war vonseiten Russlands nicht verlängert worden. Die Ukraine will auch ohne Zusagen aus Moskau die Ausfuhren über das Schwarze Meer fortsetzen. Am Montag wurde die Krim-Brücke, die Russland mit der 2014 annektierten Halbinsel Krim verbindet, durch eine Explosion beschädigt. Moskau sprach von einem Angriff ukrainischer Seedrohnen und drohte mit Vergeltung.

Russland setzte möglicherweise auch ballistische Waffen ein, um die Regionen Poltawa, Tscherkassy, Dnipro, Charkiw und Kirowohradska anzugreifen. Die Berichte konnten nicht unabhängig überprüfen werden.

Russische Offensive im Osten

Das ukrainische Militär berichtet von intensiven russischen Angriffen im Osten des Landes. Die Lage sei schwierig, teilte der Kommandant des Heeres, Generaloberst Olexander Syrskyj, am Montag mit. Im Raum Kupjansk im Gebiet Charkiw habe die russische Armee eine Offensive begonnen, um die ukrainischen Linien zu durchbrechen. Russland führt seit bald 17 Monaten einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland. Derzeit ist eine ukrainische Gegenoffensive in Gang.

Unabhängig überprüfbar waren die Militärangaben nicht. Aber auch der allabendliche Lagebericht des Generalstabs in Kiew erwähnte die Front bei Kupjansk als einen Schwerpunkt der Kämpfe. Die ukrainischen Truppen hielten dem Angriff aber stand, hieß es in dem Bericht. Ein Presseoffizier der ukrainischen Armee sprach im Fernsehen von angeblich 100.000 Mann, die Russland an den Frontabschnitten Kupjansk und Lyman zusammengezogen habe.

Die russische Armee schicke auch weitere Kräfte, vor allem Luftlandetruppen, in die Stadt Bachmut, berichtete General Syrskyj. Deren Auftrag sei, die Rückeroberung der Orte um Bachmut durch die Ukraine zu stoppen. Die ukrainischen Truppen hatten Bachmut selbst nach monatelangen Kämpfen geräumt. Sie dringen in ihrer Großoffensive aber nördlich und südlich der Stadt wieder vor.

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(APA/dpa)

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