AA

Über 800 rechtswidrig nach Vorarlberg eingereiste Personen

Grenzkontrolleure bei der Arbeit
Grenzkontrolleure bei der Arbeit ©APA - Barbara Gindl
Laut Schlepperbericht 2018. Innsbruck bzw. Tirol sind bundesweit die Brennpunkte bei den Aufgriffen illegal aufhältiger Personen.
Das besagt der Schlepperbericht 2016
Das besagt der Schlepperbericht 2015

Nach Vorarlberg sind laut dem Schlepperbericht des Bundeskriminalamts 2018 im Vorjahr 813 Menschen illegal eingereist. Darunter 728 rechtswidrig eingereiste oder aufhältige Personen, 78 geschleppte Personen und 7 Schlepper.

Zum Vergleich die Zahlen aus 2017: Hier waren es 875 illegal eingereiste Personen. Davon waren 649 rechtswidrig eingereiste oder aufhältige Personen, 222 geschleppte Personen und 4 Schlepper. Das heißt einerseits: Während die Zahl der rechtswidrig eingereisten oder aufhältigen Personen stieg, fiel die Zahl der geschleppten Personen sowie der Schlepper im Jahresvergleich. Und andererseits lässt sich aus den Zahlen erkennen, dass die illegale Migration in Vorarlberg sank - von 875 Personen im Jahr 2017 auf 813 Personen im Jahr 2018.

So viele Aufgriffe gab es in Österreich

Grafik - Schlepperbericht 2018 des Bundeskriminalamts

Im Jahr 2018 ging die illegale Migration nach Österreich stark zurück. Die Gründe dafür liegen unter anderem im Rückgang der Kriegshandlungen in Syrien und am Festhalten der Türkei an dem mit der EU ausverhandelten Migrationspakt.

Die Aufgriffe von rechtswidrig eingereisten oder aufhältigen Personen sowie von geschleppten Menschen ist auch im Jahr 2018 rückläufig. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 21.236 Personenaufgriffe verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr stellt das einen Rückgang von 23,5 Prozent dar.

Grafik - Schlepperbericht 2018 des Bundeskriminalamts

Die meisten Aufgriffe von Illegalen gab es in Innsbruck. Die Tiroler Landeshauptstadt ist wie das gesamte Bundesland der Hot-Spot Österreichs.

Die Zahl der Schlepper ist von 222 (2017) auf 223 (2018) gestiegen, hingegen ist die Menge der Geschleppten von 8.994 (2017) auf 2.843 (2018) gesunken, was einer Abnahme von 68,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Anzahl der rechtswidrig Eingereisten bzw. Aufhältigen hat sich von 18.537 (2017) auf 18.170 (2018) weiter verringert.

Die Illegalen kommen primär über Italien nach Österreich

Grafik - Schlepperbericht 2018 des Bundeskriminalamts

Nach wie vor sind die meisten festgestellten Grenzübertritte nach Österreich aus Italien mit 5.170 Personen (51,3 Prozent), Ungarn mit 1.648 Personen (16,4%) und Deutschland mit 1.431 Personen (14,2%) zu beobachten.

"Unkontrollierte, illegale Migration stellt sowohl Österreich als auch für die weiteren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vor große Herausforderungen und birgt gerade auch für Geschleppte große Gefahren. Es ist daher im nationalen und europaweiten Interesse, nur geregelte Migration nach Europa zu erlauben.", sagt Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit General Franz Lang.

Drei relevante Schlepperrouten

Für Österreich waren 2018 drei Schleppungsrouten von Relevanz: Die östliche Mittelmeerroute bzw. westliche Balkanroute führt von Pakistan und Afghanistan durch den Iran in die Türkei und weiter über Bulgarien oder Griechenland Richtung West-, Zentral- und Nordeuropa. Geschleppt werden hier überwiegend syrische, afghanische und pakistanische Migrantinnen und Migranten.

Die zweite Route, die westliche Mittelmeerroute, hat ihren Ausgangspunkt in Marokko, wobei die Flüchtlinge hier versuchen über den Seeweg nach Spanien zu gelangen.

Die dritte Route, die zentrale Mittelmeerroute, hat ihren Ursprung in den Staaten Nordafrikas, insbesondere Lybien und führt ebenfalls über den Seeweg. Hauptsächlich handelt es sich um Personen aus Nigeria, Marokko, Gambia, Algerien und Somalia.

Rückgang bei illegalen Einreisen

(Red.) (APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Über 800 rechtswidrig nach Vorarlberg eingereiste Personen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen