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Turner, Leichtathlet, Trainer und Vereinsobmann

Wolfgang Hollenstein mit der Ehrenurkunde. Nach 29 Jahren Vorstandstätigkeit legte er sein Amt in jüngere Hände.
Wolfgang Hollenstein mit der Ehrenurkunde. Nach 29 Jahren Vorstandstätigkeit legte er sein Amt in jüngere Hände. ©Edith Hämmerle
Menschen aus der Heimat: Wolfgang Hollenstein teilte sein Leben mit der Turnerschaft Jahn Lustenau.
Turner, Leichtathlet, Trainer und Vereinsobmann

Lustenau. Sich selbst und dem Turnsport ist er ein Leben lang treu geblieben. Dass er einmal Turner werden will, wusste er schon von klein auf. Ein Turner, der Pokale und Medaillen gewinnt. Nachdem er mit acht Jahren dem Turnverein Jahn Lustenau beigetreten ist, erfüllte sich dieser Wunsch bald mit einem zweiten Platz beim Landesjugendturnfest. Als 15-Jähriger wechselte Wolfgang Hollenstein zu den Leichtathleten. Damals hätte sich der junge Athlet nicht vorstellen können, dass er bis zu seinem 69. Lebensjahr mit dem Turnverein in enger Verbindung bleiben würde. Heute zeigt er die Urkunde mit strahlendem Gesicht, die ihn als Ehrenobmann auszeichnet.
„Ich möchte auch verraten, was für mich die schönsten Erlebnisse meiner langen Laufbahn bei der TS Jahn Lustenau waren“, sagt er und die Rührung in seiner Stimme blieb nicht unbemerkt. Als aktiver Sportler war es das eidgenössische Turnfest in Luzern, an dem er 1963 als 15-Jähriger teilnahm. Und als er zwei Jahre später von den Leichtathleten nochmals zu den Turnern zurückkehrte, um mit der Vorarlberger Auswahl an der 3. Weltgymnaestrada in Wien teilzunehmen, „war das für mich ein erhebendes Gefühl in der Bundeshauptstadt mit internationalen Sportlern zusammenzutreffen“, schwärmt er heute noch von diesem großen Turnevent. Kurz darauf ging er wieder zurück zu den Leichtathleten, denn im Grunde war es seine Disziplin, vorwiegend der Mittelstreckenlauf. Sein Vorbild in jungen Jahren war Emil Zatopek, genannt „die Lokomotive“, der damals als Läufer Weltrekorde erzielte. Die Lokomotive stets vor Augen, holte sich Hollenstein als Mittelstreckenläufer zahlreiche Landes- und Bezirksmeistertitel. 1969 wurde er Vize-Staatsmeister im 3000-Meter-Hindernislauf. Zusammen mit den Danler-Zwillingen holte er sich den Landesrekord über 3 x 1000 Meter. Nach Abschluss der aktiven Laufbahn agierte er als Trainer der Leichtathleten.

Schöne Erinnerungen
Unvergessen in der Zeit als Funktionär war für ihn 1997 die Teilnahme des Vereins an der Weltgymnaestrada mit Großgruppenvorführungen in Lustenau. Ebenso die Organisation der Turnstaatsmeisterschaften 2006, 2010 und 2014 in der Gymnasiumsporthalle in Lustenau. Und 2014 ging für ihn ein lang ersehnter Wunsch mit der Eröffnung des Parkstadions in Erfüllung. Denn die systematische Vertreibung der Leichtathleten aus dem Reichshofstadion zählt er zu den Negativ-Erlebnissen. „Lichtblicke waren natürlich die vielen Vereinsausflüge und die Bälle in der Jahnturnhalle. Damals, in den 1960er- und 70er-Jahren, als noch der „Fechter-Ball“ veranstaltet wurde, das waren noch Zeiten“, freut er sich rückblickend. „Dabei war ich oft als Barkeeper im Einsatz und natürlich öfters als Gast.“ Und last but not least nennt er seinen 40. Geburtstag, zu dem ihm rund um den Verein ein großes Fest bereitet wurde und die Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens 1998 durch die Vorarlberger Turnerschaft. Mit Stolz nennt er auch das Aushängeschild der TS Jahn Lustenau, das mit der Weltklasse-Turnerin Elisa Hämmerle hervorgegangen ist.
Nach einer erfolgreichen Laufbahn und nach 29 Jahren als Vereinsobmann ist der heute 69-Jährige sportlich nicht müde geworden. Skitouren stehen im Winter auf dem Programm und im Sommer geht es mit Bergsteigen hoch hinauf. So bestieg er im letzten Jahr, zusammen mit Theo Fritsche, den „Mera Peak“, einen 6500er in Nepal. „Es war ein einmaliges Erlebnis oben auf dem Gipfel mit Sicht auf den Mount Everest und weitere 8000er.“ Abschließend möchte er sich bei allen rund um den Verein für die Zusammenarbeit herzlich bedanken. „Ich glaube, dass meinen Nachfolgern nicht langweilig wird – die Gymnaestrada rückt näher“, meint er mit einem verschmitzten Lächeln, denn er kennt die Vorarbeit, die ein so großes Event erfordert.

Zur Person
Wolfgang Hollenstein
geboren: 23. 12. 1948
Wohnort: Lustenau
Familie: verheiratet, 3 erwachsene Kinder, 5 Enkelkinder
Hobbys: Skitouren, Bergsteigen, Mountainbiking
Lebensmotto: „Bleib dir treu“

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