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Trotz Herzproblemen Erdkübel geschleppt

Natascha Kampusch berichtete in ihrem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "News", das am Mittwochnachmittag in den Handel kam, über Herz-Kreislauf-Probleme.

Ärztliche Hilfe bekam das heute 18-jährige Entführungsopfer während seiner Gefangenschaft in Strasshof nie. „Ich habe sie nicht behandelt bekommen, er (Wolfgang Priklopil, Anm.) hat mich weiter geärgert und sekkiert, und er hat mich weiter Erdkübel schleppen lassen.“

Kampusch bezeichnete in dem Gespräch den Entführer Wolfgang Priklopil als „Verbrecher“. Auf die Frage des Journalisten Alfred Worm, ob sie in den vergangenen Jahren nie krank war, sagte die junge Frau: „Doch – aber ich musste in dieser Zeit keine Interviews geben (lacht). Das war also gar nicht so schlimm. Ich war ja einen großen Teil meines Lebens nicht mit Menschen zusammen, die mich hätten anstecken können.“ Natascha Kampusch hatte während des Interviews einen Schnupfen.

Auch zum Thema Einsamkeit nahm Kampusch, die vor acht Jahren auf dem Weg in die Schule entführt worden war, gegenüber „News“ Stellung: „Ich hatte keine Einsamkeit. Ich hatte Hoffnung und glaubte an eine Zukunft. Irgendwann.“ Über ihre Beziehung zu ihrer Mutter meinte Kampusch: „Wir brauchen nicht zusammen zu wohnen, um zu wissen, dass wir zusammen gehören. Ich habe mich während der ganzen Zeit auch immer an meine Familie erinnert.“ An einer anderen Stelle des Interviews heißt es: „Ich liebe sie und sie mich.“

Die 18-Jährige berichtete in dem Interview von ihrem Wunsch, eine Foundation zu gründen, „die Menschen hilft, die zu wenig zu essen bekommen“. Über ihre näheren Zukunftspläne sagte sie: „Jemand mit meiner Vergangenheit plant auf jeden Fall einmal das Naheliegendste: Ich möchte mich gegen alles Mögliche impfen lassen – zuallererst gegen Grippe.“ Mit ihrer Mutter möchte Natascha Kampusch eine Kreuzfahrt machen.

Während der acht Jahre in Gefangenschaft hat Natascha Kampusch zwischenzeitlich auch die Hoffnung verloren:

„Ich war überzeugt, dass niemand mehr je nach mir suchen wird und ich daher auch niemals wieder gefunden werde.“ Ihr Verlies habe sie als Gefängnis empfunden. „Ich war eingesperrt. Ich habe nie verstanden, eingesperrt zu sein, ohne dass ich etwas getan hätte. Normalerweise sperrt man ja nur Kriminelle ein.“

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