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Trialog 2015: Gemeinsam Zukunft gestalten

Beth Mount beim Lebenshilfe Trialog 2015 zusammen mit Michaela Wagner (Geschäftsführerin Lebenshilfe Vbg) und Gabriele Nussbaumer (Präsidentin Lebenshilfe Vbg).
Beth Mount beim Lebenshilfe Trialog 2015 zusammen mit Michaela Wagner (Geschäftsführerin Lebenshilfe Vbg) und Gabriele Nussbaumer (Präsidentin Lebenshilfe Vbg). ©Lebenshilfe Vorarlberg
„Persönliche Zukunftsplanung“ (PZP) für Menschen mit Behinderungen stand beim diesjährigen Trialog der Lebenshilfe Vorarlberg im Mittelpunkt.
Lebenshilfe: Trialog 2015

Bei einem Vortrag und einem ganztägigen Workshop setzten sich insgesamt rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – bestehend aus Menschen mit Behinderungen, Angehörigen und Fachkräften – intensiv mit dem Thema auseinander. Begleitet wurde der Trialog von PZP-Pionierin Beth Mount.

Seit 40 Jahren arbeitet die US-Amerikanerin Beth Mount mit „Persönlichen Zukunftsplanung“. Im New Yorker Stadtteil Harlem hat sie zahlreiche Projekte mitgestaltet, die alle auf mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet waren. „Wir müssen genau zuhören, was Menschen mit Behinderungen mit ihrem Leben anfangen wollen, welche Ziele sie haben. In der Persönlichen Zukunftsplanung geht es darum, gemeinsam mit dem Umfeld der jeweiligen Person, diese Ziele zu erreichen. Das kann uns aber nur gelingen, wenn wir als Gemeinschaft auftreten und uns gegenseitig unterstützen“, so die Expertin.

Vortrag und Workshop

Zum Auftakt des Trialogs gab Beth Mount in ihrem Vortrag eine Einführung in die Welt der PZP. Im vollbesetzten Saal der Volkshochschule Götzis betonte sie die selbstverständliche Teilhabe in allen Lebensbereichen – das höchste Ziel in der Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen. Auch der Workshop am darauffolgenden Tag war mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ebenfalls komplett ausgebucht. Gemeinsam wurden Beispiele für gelungene Teilhabe besprochen und Vorsätze für künftige Herausforderungen gefasst.

Mehr Teilhabe ermöglichen

„Persönliche Zukunftsplanung ist das zentrale Thema der Lebenshilfe Vorarlberg. Wir sind daher sehr froh, dass heuer mit Beth Mount eine Pionierin dieser Denkweise bei unserem Trialog zu Gast war. Sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch für deren Angehörige ist PZP der Schlüssel zu mehr selbstbestimmter Teilhabe in unserer Gesellschaft. Ein Beispiel von vielen ist Ken. Ken hat eine komplexe Beeinträchtigung und ist zudem blind und taub. An sich keine guten Voraussetzungen für eine selbstbestimmte Zukunft. Der gebildete Unterstützerkreis – Angehörige, Bekannte und Vereine – hat sich aber auf Kens Stärken und nicht auf seine Schwächen konzentriert. So konnte sich Ken seinen Traum Schritt für Schritt selbst erfüllen und arbeitet nun 35 Stunden pro Woche auf einem Bauernhof“, betont Lebenshilfe-Mitarbeiter Georg Matzak, Leiter Mobile Dienste und Organisator des Lebenshilfe-Trialogs.

PZP-Fachtagung im März

Die nächste Veranstaltung zum Thema „Persönliche Zukunftsplanung“ steht bereits vor der Tür. Vom 12. bis 14. März 2015 gibt es in Bregenz und St. Gallen eine internationale Fachtagung, bei der renommierte Expertinnen und Experten einen vertiefenden Einblick in die Welt der PZP geben werden. Anmeldungen für die Fachtagung können bei der Lebenshilfe Vorarlberg vorgenommen werden (Tel.: 05523 506-10000, E-Mail: tagung@persoenliche-zukunftsplanung.eu). Weitere Informationen zur Fachtagung gibt es im Internet unter www.persoenliche-zukunftsplanung.eu.

 

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