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Topaktuelle Komödie im Schulmilieu

Ein störrischer Vater (Wolfgang Seidenberg), Frau Müller (im Hintergrund Claudia Rieschel).
Ein störrischer Vater (Wolfgang Seidenberg), Frau Müller (im Hintergrund Claudia Rieschel). ©Euro Studio Landgraf/Oliver Fantitsch
Erfolgsstück von Lutz Hübner im „Applaus“-Abo.


Götzis. (sch) Das zweite Gastspiel im ausverkauften „Applaus“-Abo auf der Kulturbühne AMBACH passte haarscharf in die aktuellen Endlosdiskussionen rund um die Schulreform mit den Akteuren Schüler, Eltern, Lehrer. Der deutsche Bühnenautor Lutz Hübner hat eine flotte Komödie geschrieben, die schlicht lautet „Frau Müller muss weg“ und ernste Themen aus dem Schulalltag humorvoll und dennoch realistisch präsentiert. In Götzis boten die populären TV-Stars Claudia Rieschel, Gerit Kling, Wolfgang Seidenberg u. a. in der Regie von Kay Neumann herzhaftes Theater, dem aber die vorhandenen Probleme im Bodensatz nicht fehlten. Monika Frenz schuf den „Tatort“ Klassenzimmer.

Frau Müller als Zielscheibe

Fünf Elternvertreter einer vierten Grundschulklasse wollen der Lehrerin Frau Müller gemeinsam erklären, dass sie eine pädagogische Niete sei und deshalb als Lehrerin ihrer Kinder verschwinden solle. Starke Beleidigungen, die auf die Ahnungslose lauthals und infam niederprasseln… Frau Müller lässt die kläffenden Eltern einfach stehen, die bald unverschämt zeigen, dass Frau Müller nur eine günstige Zielscheibe ist, um eigenen, persönlichen Frust loszuwerden, der mit dem Wohl der Kinder nichts zu tun hat. Bleibt die aufrechte Frau Müller, wer verliert die Partie? Das Duo Hübner/Neumann zieht in der verbalen Klassenzimmerschlacbt souverän die Fäden und schenkte zusammen mit den blendend agierenden Stars dem „Applaus“-Publikum einen geistreich-humorvollen Theaterabend, über den man aber auch ernsthaft diskutieren konnte.

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