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Tonkultur auf sechs Gitarresaiten

Angela Mair spielte sich in der Villa Falkenhorst in die Herzen der Zuhörer.
Angela Mair spielte sich in der Villa Falkenhorst in die Herzen der Zuhörer. ©Hronek
Angela Mair

Angela Mair präsentierte sich als frischbackene Musik-Hochschulabsolventin auf Falkenhorst.

(amp) Wenn Talent und Fleiß sich paaren, zeigt sich dies in ungewöhnlichen Leistungen. Die Bludescherin Angela Mair legte ihrem „Ausgezeichnet“ zum Abschlussdiplom im Konzertfach und IGP an der Wiener Musikhochschule noch eines drauf und ließ die Zuhörer im Villa Falkenhort-Saal an ihrem Erfolg teilhaben, indem sie mit klassischen Werken von Johann Kaspar Mertz, Johann Sebastian Bach, Mauro Giuliani und Domenico Scarlatti aus ihrem reichhaltigen Prüfungsprogramm repitierte. Mit „3 Saudaden“  (portugisischen Klageliedern) des zeitgenössischen Komponisten Roland Dyens  erinnerte sie an ihre „südländischen“ Auslandserfahrungen während des Studiums.

 

Tonkultur

Aus dem geplanten „Salonkonzert“ im intimen Rahmen wird nichts. Aufgrund des Publikumszustromes muss kurzfristig in den Villasaal ausgewichen werden. Angela Mair demonstriert bei der Mertz  „Tarantelle“ perfekte kontrapunktische Melodieführung, lässt bei der Elegie den nötigen sentimentalen Schmelz mitschwingen und zeigt durch ihre „schleifenlose“ Lagenwechsel und glasklare Tonsprache technische Reife, mit der sie die sechs Gitarresaiten zum Schwingen und Klingen bringt. Ihre Flageolettis sind raumergreifend, die teils artistisch anmutenden Tonskalen gelingen bei Bach oder Scarlatti gelingen fast hürdenfrei.

 

Reife Interpretation

Intensive Werkauseinandersetzung mit den diffizilen Rhythmen, der Tonsprache und dem Melodienkonglomerat nach Rossini-Themen lässt die junge Künstlerin bei Mauro Giulianis „Rossiniana“ erkennen. Dazu braucht es schon eine Portion Abgeklärtheit und Reife, um zu dieser beachtenswerten Interpretation zu finden. Mit ein Beweis, dass Angela Mair bereits ihren Fuß zur Türe des professionellen Konzertpodiums gestellt hat. Das Publikum reagiert entsprechend euphorisch. Unter den Besuchern sieht man auch Angela Mairs ehemaligen Konselehrer Michael Buchrainer, den Flutar-Gitarristen Gerhard Ganahl, Manfred Strolz, Pianist Emre Kaya, Rechtsanwalt Stefan Müller mit Wilka.

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