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Tödliche Messerattacke in Innsbruck: Tatverdächtiger in U-Haft

Über den tatverdächtigen 24-jährigen Afgahnen wurde am Mittwochvormittag vom Haftrichter die Untersuchungshaft verhängt. Der Tathintergrund ist weiterhin wage.
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Das Landesgericht Innsbruck hat am Mittwochvormittag über den 24Jjährigen die Untersuchungshaft verhängt. Dies bestätigt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr auf VOL.AT-Anfrage. Der dringende Tatverdacht begründe sich derzeit vor allem auf Bilder der Videoüberwachung, auf denen eine Person zu sehen ist, die vor der Tat mit der Vorarlberger Gruppe Kontakt hatte. Diese sehe man später von der Gruppe weglaufen und wird für den Täter gehalten. Die Tat selbst wurde von der Videoüberwachung nicht aufgezeichnet.

Videoaufzeichnungen sollen Afghanen belasten

Der tatverdächtige 24-jährige Afghane wurde anhand der Aufzeichnungen von Polizeibeamten erkannt und am Sonntag an seinem Wohnort außerhalb von Innsbruck verhaftet. Er streitet die Tat ab, laut der Staatsanwaltschaft verstrickte er sich jedoch in widersprüchlichen Angaben. Man gehe daher von einer “hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass es sich bei ihm um den Täter handelt”, erklärt die Staatsanwaltschaft per Aussendung.

Vorarlberger wollten Geburtstag feiern

Der Vorarlberger wurde in der Nacht auf Sonntag um zirka 1:15 Uhr durch einen Stich in den Hals getötet. Er befand sich mit mehreren Freunden in Innsbruck, um einen Geburtstag zu feiern. Nach einem Aufenthalt in der Bogenmeile verließ die Gruppe das Lokal, in einer Unterführung nahe der Museumsstraße sei der 21-jährige Vorarlberger attackiert worden. Er verstarb trotz erster Hilfe und Einsatz des Notarztes im Krankenhaus.

Tatort
Tatort ©Google Maps

Tathintergrund noch unklar

Warum der 24-Jährige den Vorarlberger angegriffen haben soll, ist derzeit noch nicht gesichert. Die ermittelnden Beamten vermuten derzeit einen Zusammenhang zu einem Suchtgiftgeschäft zwischen dem Tatverdächtigen und der Vorarlberger Gruppe. Angehörige und Freunde der Familie des Opfers halten dies jedoch für unwahrscheinlich. Er sei aus einer Gesellschaftsschicht, die nicht für Drogen anfällig sei, erklärt der Anwalt der Familie Florin Reiterer gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Die Polizei zeige für diese Sicht der Familie Verständnis, man habe jedoch konkrete Anhaltspunkte in dieser Richtung.

Trauerveranstaltung am Freitag

Freunde des Vorarlbergers veranstalten am Freitagabend einen Trauermarsch für den 21-Jährigen, Beginn ist um 19:30 in der Bregenzer Weidachstraße.

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