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Tirol: 920 Häuser und 50 Brücken beschädigt

920 Gebäude und 50 Brücken sind im Zuge der Hochwasser-Katastrophe in Tirol beschädigt worden. Diese Zahlen wurden am Montagabend nach der Sondersitzung der Landesregierung bekannt gegeben.

Eine Gesamtschadenssumme lag vorerst keine vor.

Alleine im Bereich Straßen- und Wasserbau liege der Schaden bei 100 Millionen Euro, machte Landesrat Konrad Streiter (V) bei einer Pressekonferenz deutlich. Derzeit sei es aber noch zu früh, den gesamten vom Hochwasser verursachten Schaden zu beziffern. Alle Schäden würden derzeit durch die Gemeinden und Experten des Landes im Detail erhoben. Bis Ende kommender Woche werde man einen Überblick haben.

„Niemand muss um seine Existenz bangen“, versicherte Landeshauptmann Herwig van Staa (V). Bei größeren Hochwasserschäden könnten 50 Prozent der erhobenen Schadenssumme aus dem Katastrophenfonds ersetzt werden. Der Schadensersatz werde sozial gestaffelt und könne in besonderen sozialen Härtefällen auch erhöht werden.

Bei Wirtschaftsbetrieben erfolge eine individuelle Bewertung in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer. Dabei würden auch die jeweilige finanzielle Situation sowie die Bilanzsumme berücksichtigt. Ein genereller Prozentsatz zur Entschädigung könne nicht festgelegt werden.

Das Land werde nicht zögern, gegebenenfalls auch Kredite aufzunehmen, sagte Van Staa. „Wir könnten ohneweiters einige Darlehensaufnahmen verkraften.“

Die Wiederherstellung der ehemaligen Bundesstraße bei Strengen wird nach Auskunft des Landeschefs bis zum nächsten Jahr dauern. Die Fertigstellung des Tunnels werde sich bis Mitte 2006 verzögern. Im Paznauntal soll es im Laufe der nächsten oder übernächsten Woche eine durchgehende Verbindung geben. Bis zum Beginn der Wintersaison gehe man davon aus, wieder asphaltierte Straßen zu haben.

Ab nächstem Mittwoch bzw. spätestens mit nächstem Wochenende könne man auf allen Straßenverbindungen in Tirol – wenn auch zum Teil eingeschränkt – wieder fahren, sagte Streiter. Durchschnittlich 1.800 Helfer des Österreichischen Bundesheeres, 13.700 Feuerwehrleute, 500 Mitglieder des Roten Kreuzes, 400 Polizisten und 90 Bedienstete der Tiwag (Tiroler Wasserkraft AG) waren nach Angaben des Landesrates zuletzt im Katastrophen-Einsatz.

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