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Kinderonkologie Dornbirn - „Tiefe Dankbarkeit"

Erneut sprechen sich betroffene Familien in Wann & Wo für den Erhalt der „Kinder-Onko“ Dornbirn aus. Signal aus St. Gallen.

von Joachim Mangard/Wann & Wo

Allen Eltern und Familien, die mit ihren berührenden Geschichten an die Öffentlichkeit treten, gebührt höchster Respekt und Hochachtung. Es beweist aber einmal mehr, wie sehr die Arbeit und das Know-how der Abteilung in Dornbirn wertgeschätzt wird. Auf das Wann & Wo-Gespräch im Landhaus von vergangener Woche folgte ein erfreuliches Signal des Kinderspitals St. Gallen, das für eine angestrebte Übergangslösung bezüglich chemotherapeutischen Behandlungen in der Schweiz in Frage kommen würde. „Ja, wir haben jetzt eine offizielle Anfrage erhalten, die derzeit in Bearbeitung ist“, versicherte Guido Bucher, Direktor und Vorsitzender der Spitalleitung, Stiftung Ostschweizer Kinderspital. Auch von Seiten des Landes bestätigte Landesrat Dr. Christian Bernhard die Bemühungen: „Wir sind aktuell mit fachlichen und rechtlichen Abklärungen mit St. Gallen befasst.“

Fühlten uns geborgen

ayla
ayla
Für uns, als betroffene Familie, ist es sehr wichtig, unsere tiefe Dankbarkeit und Anerkennung für die Kinder-Onkologie Dornbirn auszusprechen. Wir fühlten uns in der schwierigen und langen Zeit bei Primar Dr. Ausserer und dem ganzen Team sehr geborgen. Sie alle haben uns das richtige Gespür zum richtigen Zeitpunkt entgegengebracht.

Ayla Cicek, Selin, Leukämie 05/2015

Zweites Zuhause

tarja
tarja
Im Mai 2017 in Innsbruck wurde bei mir die Diagnose Hodgkin-Lymphom festgestellt. Als wir nach Dornbirn kamen, war es vom ersten Augenblick an einfach nur toll. Freunde kamen mich besuchen, Krankenschwestern und Pfleger mit uns – sie hatten immer Zeit für eine „Zocker-Runde“. Auch wenn ich an einem Tag fünf Chemos hatte, zauberten sie mir ein Lächeln in mein Gesicht. In dieser Zeit war die Station meine zweites Zuhause. Ich will nur Danke für alles sagen. Liebe Politiker, schaut, dass die Dornbirner Onko-Abteilung für die nachkommenden Kinder und Familien bestehen bleibt.

Tarja, Hodgkin-Lymphom

“Mein Kind wollte immer nach Dornbirn”

fabienne
fabienne
Als wir im Januar 2006 die Diagnose bekamen, war es für uns alle ein unheimlich großer Schock. Wir haben den Befund in Dornbirn erhalten und sind dann innerhalb von drei Stunden nach Innsbruck gekommen. Primar Ausserer hat uns überbracht und begleitet. Er litt mit uns und gab uns das Gefühl, ein starkes Familienmitglied zu sein, das uns zur Seite steht. Als wir dann zwei Wochen in Innsbruck bleiben mussten, war es für uns der blanke Horror. Von der Behandlung in Innsbruck waren wir weniger angetan. Mein Kind wollte immer nach Dornbirn, da würde sie gesund werden. In der Messestadt fühlten wir uns zuhause. Wir wurden bestens aufgenommen und konnten unseren Kummer und Sorgen mit dem Personal teilen. Auch nach zwölf Jahren geht meine Tochter Fabienne sehr gerne zur Kontrolle nach Dornbirn – es werden immer alle Schwestern auf den Stationen besucht. Nach wie vor ist es für sie eine Art Zuhause und ein Ort, an dem sie über ihre Ängste und Probleme reden kann und auch verstanden wird. Es ist schön zu wissen, dass Ärzte und Schwestern mehr als nur ihre Arbeit machen und mit Herz und Seele dabei sind. Vielen Dank dafür. Als sie von der drohenden Schließung erfahren hat, war sie sehr traurig.

Fabienne

Dornbirn war für uns alle ein “Heimkommen”

luca
luca
Nach der Diagnose Leukämie und dem plötzlichen Aufbruch nach Innsbruck für zwei Wochen, war es für uns ein Aufatmen, die weitere Therapie in Dornbirn machen zu können. Für meinen Sohn Luca war es furchtbar, seine kleine Schwester erst Tage danach sehen zu können. Auch für uns Eltern war es eine Herausforderung, mit beiden Kindern dieser Distanz gerecht zu werden. Umso besser konnten wir dies in Dornbirn umsetzen. Unser Dank gilt der Dornbirner Onkologie unter Primar Ausserer, die uns in dieser schweren Zeit begleitet hat. Wir wissen bis heute nicht, wie wir diese Situation in Innsbruck bewältigt hätten. Für uns alle war Dornbirn ein „Heimkommen“.

Luca, Leukämie 06/2015

Psycho-onkologische Komponente

remo
remo
Ohne die Kinder-Onkologie in Dornbirn wären die täglichen Besuche bei Mama und Kind nicht möglich gewesen Das war aus unserer Sicht ein wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Behandlungsverlauf. Die psycho-onkologische Komponente wird oft unterschätzt.

Remo, betroffener Vater

“Ohne Dornbirn hätte es uns zerrissen”

hanna
hanna
Einen Tag nach der Diagnose ALL bei unserer damals vier-jährigen Tochter erblickte unser Jüngster in Innsbruck das Licht der Welt. Unsere mittlere Tochter – damals zwei Jahre alt – war zu diesem Zeitpunkt bei den Omas in Vorarlberg. In Innsbruck riet man uns, sie nach Tirol zu holen, damit die Familie zusammen ist. Hätten wir nach 14 Tagen Anfangszeit in Innsbruck die Chemotherapie nicht in Dornbirn weiterführen können, hätte es uns zerrissen! Papa + krankes Kind in Innsbruck – Mama + Kleinkind + Baby in Vorarlberg, absolut undenkbar für alle! Danke Dornbirn – uns geht es heute gut. Das soll auch für alle kleinen Patienten und deren Familien weiterhin so bleiben!

Hanna, ALL

Ausnahmezustand

veith
veith
Mit Schrecken und unendlichem Mitgefühl verfolgen wir Meldungen rund um die Schließung der Kinder-Onkologie in Dornbirn. Wir haben selber im Jahre 2003 den familiären Ausnahmezustand kennengelernt und waren froh, dass wir nach der Diagnose und ersten Chemotherapie in Innsbruck wieder im Ländle sein konnten. Die erstklassige Betreuung des gesamten Teams und das großartige Einfühlungsvermögen sind nicht nur unserem Sohn, sondern der gesamten Familie zugute gekommen. Leider ist unser Sohn nach einem Rückfall verstorben, aber ich sehe ihn heute noch vor mir, wie es ihm während den Fahrten nach und von Innsbruck ergangen ist. Es muss alles, wirklich alles, getan werden, um den betroffenen Familien mit ihren schwerkranken Kindern die Behandlung in Dornbirn zu ermöglichen!

Familie Vith

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