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The Dead Don't Die - Kritik und Trailer zum Film

Bill Murray, Chloe Sevigny und "Star Wars"-Star Adam Driver spielen Polizisten in dem verschlafenen Ort Centerville. Gerade einmal 738 Menschen leben dort, jeder kennt jeden. Das größte Problem der Polizisten scheint zunächst zu sein, dass Farmer Miller (Steve Buscemi) den im Wald lebenden Einsiedler Bob (Tom Waits) beschuldigt, eines seiner Hühner gestohlen zu haben. Dann aber bleiben die Uhren stehen, die Handys haben keinen Empfang mehr - und eines Nachts stehen die ersten Toten vom Friedhof wieder auf.

Eine Zombiekomödie im B-Movie-Trashstil - das ist nicht direkt das, was man sich von Indieikone Jim Jarmusch erwarten würde. Mit "The Dead Don't Die" liefert der 66-Jährige aber genau das ab. Und das überrascht. Bisweilen stilistisch, oftmals aber einfach auch nur ob des schieren Umstandes. Am Donnerstag kommt der Eröffnungsfilm der heurigen Cannes-Festspiele in die heimischen Kinos.

The Dead Don't Die - Kurzinhalt zum Film

Das Erstaunlichste an diesem Ausreißer im Jarmusch-Oeuvre ist die Starbesetzung, die der Regisseur für seinen Film versammelt hat. Bill Murray und Adam Driver, Iggy Pop und Tilda Swinton, Steve Buscemi und Tom Waits hauen sich in Zombie-Kostüme oder lassen sich fressen. Wesentlich konventioneller kommt da die vordergründige Geschichte von "The Dead Don't Die" daher.

Schauplatz des großen Fressens ist das beschauliche, 738 Einwohner zählende Städtchen Centerville. Hier schieben die drei Dorfpolizisten Cliff Robertson (Murray), Ronnie Peterson (Driver) und Mindy Morrison (Chloe Sevigny) eine ruhige Kugel respektive einen ebensolchen Dienst. Im örtlichen Diner hängt indes der rassistische Farmer Miller (Buscemi) ab, während die Tankstelle von Bobby Wiggins (Indiestar Caleb Landry Jones) betrieben wird, der sie zugleich als Comicladen nutzt. Eine gewisse Außenseiterin ist die neue, angeblich aus Schottland stammende Bestattungsunternehmerin Zelda (Swinton). Es sind mithin die üblichen Protagonisten des Horrorgenres, die ihren Auftritt haben.

Deren vermeintliche Ruhe wird allerdings durch die US-Regierung gestört, hat das sogenannte Polar Fracking - eine neue Form der Energiegewinnung - doch die Erdachse verschoben. So geschehen in der ländlichen Idylle mit einem Male seltsame Dinge: Es wird nicht mehr dunkel, die Uhren bleiben stehen. Und, ach ja, die Toten steigen aus ihren Gräbern. Und selbstredend haben sie Hunger auf Menschenfleisch.

Während so sukzessive die Einwohnerzahl von Centerville schrumpft, versuchen die drei Polizisten lakonisch, den Zombies Einhalt zu gebieten. Die Methode ist dabei klar: Man muss auf den Kopf halten. Eine Meisterin darin ist die ätherische Bestatterin Zelda, die in "Kill Bill"-Manier mit dem Samuraischwert ihre Runden durch den Ort dreht.

The Dead Don't Die - Die Kritik

Auch Jim Jarmusch schwingt die etwas feinere Klinge als die bekannten Teenager-Persiflagen des Horrorgenres - aber das von ihm eigentlich bekannte Florett kommt bei "The Dead Don't Die" nicht zum Einsatz. Im Vergleich zu seiner poetischen Vampirlyrik "Only Lovers Left Alive" aus 2013 ist das neue Werk des 66-Jährigen erstaunlich plump, wenn auch gespickt mit Anspielungen, Filmzitaten und mit dem Autorenblick des Kenners der Kinogeschichte. Kylo-Ren-Darsteller Adam Driver hat einen "Star Wars"-Schlüsselanhänger, der von Sturgill Simpson geschriebene Titelsong läuft selbstreflexiv in Dauerschleife im Radio, und am Ende wird in einer Szene des Ausstiegs aus dem Narrationsfluss deutlich, dass Adam Drivers Figur von Jarmusch bereits das gesamte Drehbuch zu lesen bekommen hat, während sich Murray mit seinen eigenen Szenen zufriedengeben musste.

Das alles plätschert im stressfreien, gemächlichen Jarmusch-Tempo daher, das in repetitiven Szenen das Medium selbst reflektiert und vergisst nicht den Humor, wenn die Zombies zwar neue kulinarische Gelüste auf Menschenfleisch entwickeln, aber doch ihre alte Vorliebe für einen Verdauungskaffee nach dem Essen beibehalten. Eine wirkliche Distanz zum B-Movie-Trash gewinnt "The Dead Don't Die" aber trotz allem nicht.

Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

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