AA

Tempo 50 von St. Anton bis Schruns

Standesrepräsentant Bgm. Jürgen Kuster freut sich, dass es so schnell gelungen ist, eine gemeinsame Lösung für Tempo 50 zu erreichen.
Standesrepräsentant Bgm. Jürgen Kuster freut sich, dass es so schnell gelungen ist, eine gemeinsame Lösung für Tempo 50 zu erreichen. ©www.meznar.media
Montafon. Mobilität spielt eine zentrale Rolle für die Zukunft im Montafon – ebenso das Leben und Wohnen entlang der L188.

Bei einem eigens eingeschobenen Workshop zum regionalen Räumlichen Entwicklungskonzept (regREK) Montafon wurde breit über nachhaltige und sichere Mobilitätslösungen entlang der L188 diskutiert. Mit einem ersten gemeinsamen Ergebnis: So soll die Geschwindigkeit von St. Anton bis Schruns einheitlich auf Tempo 50 reduziert werden.

Das regionale Räumliche Entwicklungskonzept (regREK) Montafon umfasst eine Vielzahl von Handlungsfeldern, darunter die Stärkung der regionalen Wirtschaft, die Förderung des Tourismus, der Schutz der Umwelt und des kulturellen Erbes sowie eine nachhaltige Mobilität auf allen Ebenen (Fuß- und Radwege, Landbus und Montafonerbahn, Anruf-Sammeltaxi, L188). Denn die Mobilität spielt eine zentrale Rolle für die Zukunft – ebenso das Leben und Wohnen entlang der L188 im Montafon.

Auf Einladung vom Stand Montafon haben sich deshalb im Oktober die Initiatoren Herbert Tschofen und Hanno Dönz von der Bürgerinitiative „L188 – Gantschier“ zu einem konstruktiven Austausch mit dem Montafoner Standesausschuss bezüglich Mobilitätslösungen im Montafon getroffen. „Wir nehmen die Bedürfnisse und Wünsche der Bürger:innen in Gantschier und den anderen Anrainern entlang der L188 sehr ernst“, so Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster.

Intensiver Workshop-Abend

Die Forderung der Bürgerinitiative „L188 – Gantschier“ bezüglich Tempo 50 ist bei den Verantwortlichen in der Talschaft von Beginn an auf offene Ohren gestoßen. „Alles, was die Sicherheit erhöht, ist wünschenswert“, so die Bürgermeister. Schon im Sommer wurde deshalb ein Verkehrsplanungsbüro vom Stand Montafon mit der Ausarbeitung eines konkreten Vorschlages beauftragt. Zudem wurde im November ein zusätzlicher, öffentlicher Workshop im Rahmen des regionalen Räumlichen Entwicklungskonzepts Montafon (regREK Montafon) über nachhaltige und sichere Mobilitätslösungen entlang der L188 eingeschoben.

Dieser Workshop fand kürzlich im Gemeindesaal in St. Anton im Montafon statt. Zahlreiche engagierte Jugendliche vom Jugendforum Montafon, interessierte Bürger:innen, Raumplanungs-Verantwortliche der Gemeinden sowie Experten des Landes und Verkehrsplaner und die Montafoner Bürgermeister und Vertreter der Bürgerinitiative widmeten sich dabei mehrere Stunden verschiedenen Fragen rund um nachhaltige Mobilitätslösungen entlang der L188. Besprochen wurden unter anderem der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, der innerörtlichen Fuß- und Radwege, die Idee einer Umfahrungsstraße sowie eine Geschwindigkeitsreduktion entlang der L188.

Gemeinsame Lösung

Beim Thema Tempo ging es dann auch beim Workshop ganz schnell. Gemeinsam wurden die Weichen für die Zukunft gestellt und eine erste Lösung erarbeitet. Für noch mehr Verkehrssicherheit und gleichzeitig weniger Lärm soll die Geschwindigkeit zwischen St. Anton (Bereich nach dem Almahüsli, KM 82,2) und dem Käsehaus in Schruns auf Tempo 50 vereinheitlicht werden. Hanno Dönz und Herbert Tschofen von der Bürgerinitiative zeigen sich jedenfalls sehr erfreut. „Ich finde es super, dass die Politik Gehör für unser Anliegen hat und so schnell reagiert hat. Man hat das Gefühl, man wird ernst genommen“, so Tschofen. „Die Geschwindigkeitsreduktion als kurzfristige Maßnahme ist für uns ein großer Erfolg und wichtiger Schritt. Wir werden uns aber auch darüber hinaus bezüglich mittel- und langfristiger Maßnahmen weiter konstruktiv einbringen“, so Tschofen und Dönz weiter.

Ausbau Landbus Montafon

Der Bartholomäberger Bürgermeister Martin Vallaster ergänzt weitere Maßnahmen, die sich bereits in Umsetzung befinden und sich hinsichtlich des Verkehrs auf der L188 positiv auswirken sollten: „Mit der Einführung eines neuen Busfahrplans ab 2024 wird das Busangebot deutlich attraktiver und der Ortsteil Gantschier so noch besserer angebunden sein. Zudem wird es einen neuen Pendlerexpress (Schnellbus) zum Bahnhof Gantschier-Kaltenbrunnen geben. Jeden Pendler, den wir für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel bewegen können, reduziert das Verkehrsaufkommen auf der L188“, ist Bürgermeister Vallaster überzeugt.

„Ein positives Beispiel“

„In Sachen Mobilität ist im Montafon einiges in Bewegung und wir sind zuversichtlich, dass uns weitere konkrete Schritte im Sinne der Bevölkerung gelingen werden“, sagt auch Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster. Nachdem die notwendigen Beschlüsse gefasst sind, werden diese jetzt an die Bezirkshauptmannschaft Bludenz mit der Bitte um Prüfung und Umsetzung übermittelt. „Ein positives Beispiel, wie schnell gemeinsam Lösungen gefunden werden können. Vielen Dank allen, die sich so engagiert haben und damit aktiv an unserer Zukunft mitarbeiten. Damit kommen wir unserem erklärten Ziel - das Montafon zu einer der attraktivsten Bergregionen für die einheimische Bevölkerung, für Gäste und für Unternehmen zu formen – wieder einen Schritt näher“, so Kuster abschließend.

Weitere Infos zum regREK Montafon sowie die Ergebnisse der Workshops und den Folgeveranstaltungen sind auf der Standes-Website unter www.stand-montafon.at/regrek zu finden.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Gemeinde
  • Tempo 50 von St. Anton bis Schruns