Teil 4 - „Der Blick ist auf das Ziel gerichtet“

Projektleiter Gerd Wegeler hat annähernd zehn Jahre seiner beruflichen Laufbahn dem Obervermuntwerk II gewidmet.
Projektleiter Gerd Wegeler hat annähernd zehn Jahre seiner beruflichen Laufbahn dem Obervermuntwerk II gewidmet.
Wenn das Obervermuntwerk II bald mit beiden Maschinen im Probebetrieb ist, hat der 41-Jährige Projektleiter Gerd Wegeler annähernd 10 Jahre seiner beruflichen Laufbahn diesem Projekt gewidmet. Wie beim Projekt selbst hat sich auch bei dem Wahl-Bludenzer in dieser Zeit viel getan.
Megaprojekt Obervermuntwerk II

1997, direkt nach seinem Studienabschluss als Bauingenieur an der TU-Graz, hatte Wegeler das Glück, dass die Illwerke für das Kopswerk II noch einen Projektierungsingenieur suchten. Bei diesem bis dato beispiellosen Kraftwerksprojekt in Vorarlberg konnte er sich durch sein Engagement schnell einen Namen machen. Seine zukünftige Tätigkeit als Projektleiter beim nächsten großen Kraftwerksbau war für den damals noch unerfahrenen Bauingenieur zu diesem Zeitpunkt allerdings noch weit weg. Nach der Eröffnung des größten Pumpspeicherkraftwerks in Vorarlberg, begann das Unternehmen mit einem kleinen Team die Ausarbeitung mehrerer Studien zum Ausbaupotenzial der Wasserkraft. Einige dieser Untersuchungen beschäftigten sich mit einem Obervermuntwerk II – dessen Projektierung in die Hände des jungen Diplomingenieurs gelegt wurde. „Da ich eigentlich ab dem ersten Strich federführend dabei war, bin ich nach und nach in die Aufgaben der Projektleitung hineingewachsen“, erinnert sich Wegeler, „und dennoch war es für mich schon etwas Besonderes, als ich die Funktion offiziell ausfüllen konnte.“

Auch privat ist während der Projektzeit sehr viel passiert: Gerd Wegeler hat seine Frau geheiratet, das Paar hat zwei Kinder bekommen und bewohnt seit kurzer Zeit ein Haus in Bludenz. Genauso wie als Familienvater, wusste Wegeler auch als Projektleiter beim Obervermuntwerk II, dass viele Herausforderungen, die zum damaligen Zeitpunkt nur schwer abschätzbar waren, auf ihn zukommen würden. „Wenn man ehrlich ist, kann man sich das im Vorhinein nicht alles im Detail ausmalen. Man kennt das Ziel und plant den Weg – ist dann bei einem Vorhaben dieser Dimension aber naturgemäß oft mit Abweichungen konfrontiert, die es auf Fahrplan zu bringen gilt.“

Im Nachhinein betrachtet, legt sich Wegeler auf zwei Dinge fest, die aus seiner Sicht am Wichtigsten für einen erfolgreichen Projektverlauf waren: „Zum einen ist es essenziell, die richtigen Personen an für das Projekt wichtigen Positionen einzusetzen. Hier haben wir bei illwerke vkw einige hervorragende Experten mit dem nötigen Know-how. Zum anderen braucht es ein sehr klares und konsequentes Vorgehen bei verschiedenen Themen, wie zum Beispiel Budget und Controlling.“

Besonders erfreulich für den Bauingenieur: „Es gab für mich in unserem Projekt keinen einzigen Moment, an dem wir mit unseren Ideen in einer Sackgasse waren. Natürlich gab es auch Probleme, aber dann hat man sich eben hingesetzt, gemeinsam diskutiert und eine Lösung gefunden. Seinen persönlichen Zugang, der ihn vor den meisten schlaflosen Nächten während der Projektzeit bewahrt hat, beschreibt Wegeler wie folgt: „Verschaffe dir stets einen Überblick, plane im Voraus und sei konsequent in der Umsetzung. Der große Erfolg, ein solches Mammutprojekt erfolgreich geleitet zu haben, gibt dem 41-Jährigen recht. „Wir sind ein topausgebildetes Team, in dem ständig alle versuchen, das beste Ergebnis zu erzielen – das ist der richtige Weg“, so Wegeler.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Energie
  • Teil 4 - „Der Blick ist auf das Ziel gerichtet“
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.