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Teil 2 "Dem Ruf der Berge gefolgt"

Aktuell ist Diplom-Ingenieur Alexander Kriegel voll in seinem Element, denn als Inbetriebnahmeleiter koordiniert er sämtliche Inbetriebnahmetätigkeiten. Foto: illwerke vkw
Aktuell ist Diplom-Ingenieur Alexander Kriegel voll in seinem Element, denn als Inbetriebnahmeleiter koordiniert er sämtliche Inbetriebnahmetätigkeiten. Foto: illwerke vkw
Eigentlich ist es purer Zufall, dass der in Suhl (Deutschland) geborene Alexander Kriegel bei illwerke vkw arbeitet. In den Bergen angekommen ist er dafür aber umso mehr.
Megaprojekt Obervermuntwerk II

Bis zu seinem Engagement in Vorarlberg hat der Dipl.-Ing. in Elektrotechnik, mit Fachrichtung Energie- und Automatisierungstechnik, für seinen ehemaligen Arbeitgeber die halbe Welt bereist. Der 34-Jährige ist viel herumgekommen und hat auch entsprechend viel gesehen. So richtig befriedigend war diese Tätigkeit aber weder für ihn, noch für seine Familie. In seinem alten Job reiste er als Spezialist für Elektrotechnik / Energietechnik und als Inbetriebnahmeleiter für elektrotechnische Anlagen bei thermischen Kraftwerken vielfach in Krisenregionen, in denen die Energieversorgung aufgebaut werden musste. Das wurde für den begeisterten Biker und seine Familie aber zunehmend zur Belastungsprobe, sodass er sich 2015 zu einem Wechsel entschied.

Just zu dieser Zeit kam er mit einem ehemaligen Kommilitonen ins Gespräch, der beim Vorarlberger Energiedienstleister zur arbeiten begonnen hatte und in hohen Tönen von seinem neuen Arbeitgeber sprach. Dass illwerke vkw gerade zu dieser Zeit auf der Suche nach einem Mitarbeiter mit Alexander Kriegels Fähigkeiten war, passte natürlich hervorragend. So ergab es sich, dass der Hobby-Leichtahtlet sein Lager in Vorarlberg aufschlug. „Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich vorwiegend nur in thermischen Kraftwerken gearbeitet. Die Wasserkraft war für mich etwas ganz Neues und ich habe mich gefreut, dass ich damit bei der Energiewende ganz vorne mit dabei sein kann“, so der Techniker.

Eingelebt hat sich Alexander Kriegel in seiner neuen Heimat sehr schnell – wenngleich ihm dafür ja ohnehin nicht sehr viel Zeit blieb. Zu sehr forderte ihn seine neue Aufgabe. Fortan kümmerte er sich um den nicht-rein maschinenbautechnischen Teil des Generators und übernahm auch peu à peu den restlichen Part. Nach der Überwachung der Montage begleitete er die Inbetriebnahmeprüfungen des Herzstücks des Maschinensatzes, kontrollierte die Messergebnisse und legte in Absprache mit den Kollegen fest, ob und welche Tests noch benötigt werden. „Dazu gehört auch, sich immer wieder zu überlegen, wo noch Optimierungen vorgenommen werden könnten“, so der Diplomingenieur.

Besonders aktuell ist der Wahl-Tschaggunser voll in seinem Element, denn als Inbetriebnahmeleiter koordiniert er sämtliche Inbetriebnahmetätigkeiten. „In meiner Funktion sorge ich dafür, dass alle notwendigen gewerkspezifischen, wie auch kraftwerksübergreifendenTests, unter Berücksichtigung der Ressourcen vor Ort und in Abstimmung mit der Energiewirtschaft in der vorgegebenen Zeit abgewickelt werden können.“

Bei so viel Koordination und Organisation hat der junge Deutsche schon viele Hürden überwinden müssen. Eine Tätigkeit, der der leidenschaftliche Sportler auch als Zehnkämpfer gerne wieder vermehrt nachgehen würde. Als Mitglied der Turnerschaft Bludenz brennt er darauf, seine Leistung auch in diesem Bereich wieder einmal erbringen zu können.

Eine besonders hohe Hürde hat der 34-Jährige wohl schon bald überwunden – nämlich dann, wenn die Fernbeziehung zu seiner Freundin endlich zur Nahbeziehung wird, wenn auch sie demnächst dem „Ruf der Berge“ folgt – und damit der Erfüllung einer seiner momentan größten Wünsche –  selbstverständlich neben der erfolgreichen Inbetriebnahme der beiden Maschinen im Obervermuntwerk II.

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