Teamchef setzt auf Jugend

Im freundschaftlichen Länderspiel zwischen Österreich und Kroatien am 23. Mai im Happel-Stadion soll Jugend Trumpf sein. ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger holte sechs Jung-Kicker ohne A-Team-Einsatz in das Aufgebot.

Christian Fuchs (20 Jahre/Mattersburg), Marc Janko (22/Salzburg) und Thomas Prager (20/Heerenveen) sowie das Sturm-Trio Christoph Leitgeb (21), Klaus Salmutter (22) und Johannes Ertl (23) dürfen sich Hoffnungen auf ihr ÖFB-Debüt machen, auch wenn Hickersberger betonte: “Ich werde einen Teil dieser Spieler einsetzen. Es gilt, eine gewisse Balance zwischen Jungen und Alten zu finden, denn nur mit Jungen geht es nicht.” Alle sechs Kicker hätten sich mit ihren Darbietungen in diesem Jahr die Einberufung verdient. “Ich bin sehr froh, dass viele junge Österreicher im Frühjahr positiv aufgezeigt haben, das stimmt mich auch im Hinblick auf die Heim-EM optimistisch. Es ist aber ganz klar, dass junge Spieler noch nicht die Konstanz haben und hin und wieder schlechte Leistungen bringen”, meinte Hickersberger.

Im Vergleich zum Kanada-Match nicht mehr dabei sind die verletzten Legionäre Emanuel Pogatetz und Jürgen Macho sowie der im Frühjahr schwächelnde Markus Schopp, Markus Kiesenebner fehlt wegen seiner Hochzeit. Andi Ivanschitz ist trotz seiner Formkrise ebenso wie Frankfurt-Legionär Stefan Lexa, der nach fast viereinhalbjähriger Absenz wieder zurückkehrt, im Kader.

Gegen Kroatien ist freilich eine verpatzte Darbietung verboten, sonst droht gegen den WM-Teilnehmer eine höhere Abfuhr als im ersten Länderspiel in der Ära Hickersberger II im März beim enttäuschenden 0:2 gegen Kanada. “Wir spielen gegen eine Mannschaft, die gegen Brasilien ein Unentschieden erreicht und gegen Argentinien gewonnen hat”, warnte “Hicke”. Um zu bestehen, ist vor allem Laufarbeit und Einsatzbereitschaft gefragt – dennoch wird der Teamchef seine Schützlinge ermahnen, keine Verletzungen beim WM-Dritten von 1998 zu riskieren.

Teamchef Josef Hickersberger charakterisierte seine Hoffnungsträger:

  • Klaus Salmutter (Sturm Graz/22 Jahre): “Er erinnert von seiner Spielweise her an große Namen meiner Ära. Was er mit dem Ball kann, ist für sein Alter bemerkenswert.”
  • Marc Janko (Salzburg/22): “Er hat Salzburg mit vielen Toren lange im Titelrennen gehalten.”
  • Christoph Leitgeb (Sturm/21): “Er hat für sein Alter ein reifes, sachliches Spielverständnis.”
  • Thomas Prager (Herrenveen/20): “Wenn ein Spieler schon in jungen Jahren den Sprung ins Ausland wagt, zeugt das von Mut und Charakterstärke, die man braucht, um sich im Fußball durchzusetzen.”
  • Christian Fuchs (Mattersburg/20): “Er ist einer der ganz Jungen, die in der ersten Bundesliga-Saison zum Stammspieler geworden sind. Er hat noch große Leistungsschwankungen.”
  • Johannes Ertl (Sturm/23): “Er hat sich gut entwickelt und profitiert von einer nicht immer erfreulichen Entwicklung auf der Position rechts in der Viererkette. Er ist eine Alternative auf dieser Position, dort spielen in der Bundesliga wenige Österreicher, die für das Team in Frage kommen.”
  • Stefan Lexa (Eintracht Frankfurt/29): “Ich habe mit seinem Trainer Funkel telefoniert. Er hat ihn in den letzten Wochen überzeugt und gezwungen, ihn aufzustellen. Ich kenne ihn persönlich zu wenig, aber wenn ein Spieler bei einem Verein der deutschen Bundesliga und deutschen Pokal-Finalisten regelmäßig spielt, sollte er zumindest im Teamkader sein. Sein Vereinskollege Markus Weissenberger ist sehr verletzungsanfällig. Das ist sein Manko, deswegen hat er auch seinen Stammplatz verloren.”
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