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Team-WM Ungarn

Beim österreichischen Damen-Nationalteam ist bei der Tischtennis-Mannschafts-WM in Bremen nach der Viertelfinal- Niederlage etwas die Luft draußen.

Am Samstag Vormittag unterlag die ÖTTV-Equipe in ihrem Platzierungsspiel um die Ränge 5 bis 8 Ungarn 1:3. Gegner in der Begegnung um Endposition 7 ist nun am Sonntag ab 9:30 Uhr die Truppe Nordkoreas.

Der Spielverlauf in der Neuauflage der vorjährigen Partie um Platz 5 beim EM-Mannschafts-Bewerb in Aarhus (3:0 für Ungarn) erinnerte etwas an das Bremer ÖTTV-Viertelfinal-Duell mit Hongkong. Wieder sorgte Liu Jia für die 1:0-Führung Österreichs. Am Freitag hatte sie die Hongkong-Chinesin Ling Lin in fünf Sätzen bezwungen, diesmal gelang ihr dies gegen Georgina Pota. Es war aber da schon zu bemerken, dass es bei der Linzerin nicht so rund läuft.

„Ich bin schon so müde“, meinte die 24-Jährige dann auch nach besiegelter ÖTTV-Niederlage gegen die Magyarinnen. Liu hatte ja in der gesamten Turnierwoche mit Ausnahme des bedeutungslos gewesenen Duells mit Italien auf Nummer eins gespielt und immer den Druck gehabt, möglichst zweimal zu punkten. Gegen die Ungarinnen hätte ihr das auch durchaus gelingen können, Krisztina Toth war im Abschluss- Einzel aber einfach frischer.

1:2 stand es vor diesem Duell der Nummer-eins-Spielerinnen, denn Li Qianbing und Veronika Heine waren als Verliererinnen von der Platte gegangen. Li hatte Toth bereits am Rande einer Niederlage gehabt, sich eine 2:1-Satzführung und in Durchgang fünf einen 8:5- Vorsprung erarbeitet. Am Vortag ihres 21. Geburtstags fehlte es bei der Austro-Chinesin in der Entscheidung freilich an Substanz und auch Glück.

Heine kassierte gegen Petra Lovas eine deutliche Dreisatz- Niederlage, war von ihrer Form an den ersten WM-Tagen weit entfernt. „Es ist einfach schon schwer, sich zu konzentrieren“, erklärte die 19 -Jährige. „Ich habe nach unseren Partien hier auch schlecht geschlafen, bin oft erst um halb drei eingeschlafen.“ Motivationsmangel ließ Heine aber nicht als Grund für ihre Leistung gelten.

Schließlich hätte sich Liu für das 2:4 gegen Toth in der dritten Runde der Individual-WM vor knapp einem Jahr in Shanghai revanchieren können. Es entwickelte sich eines der zahlreichen engen Matches zwischen den beiden europäischen Top-Spielerinnen, in der Weltrangliste rangiert Liu als 24. auch nur einen Platz hinter Toth. Bei 1:1 in Sätzen vergab Liu in Durchgang drei mehrere Satzbälle und in Satz vier einen Vorsprung. Toth gewann 3:1.

Immerhin erfüllte sich der Wunsch der Österreicherinnen, um Platz sieben auf Nordkorea zu treffen. Im pikanten Parallel-Duell mit Südkorea unterlagen die Nordkoreanerinnen 1:3. Diese waren in der Gruppe als Zweite nur Hongkong unterlegen. Die Hongkong-Chinesinnen zogen indes wie in Doha 2004 ins Endspiel ein, indem die Vize- Weltmeister-Truppe im Semifinale ein 3:1 gegen Japan feierte. Final- Gegner am Sonntag wird China oder Weißrussland sein.

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