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Tausende Beben-Tote auf Sumatra befürchtet

Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra gehen die Behörden von mehreren tausend Toten aus. Mit bloßen Händen suchten Rettungshelfer unter den Trümmern nach Überlebenden, während die Zahl der geborgenen Toten nach Regierungsangaben bis Donnerstagmittag auf 529 stieg. Regen und fehlende Räumfahrzeuge erschwerten die Rettungsarbeiten, ein weiteres Erdbeben der Stärke 6,8 löste Panik aus.
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Das gesamte Ausmaß der Katastrophe war weiter unklar, viele von dem Beben betroffene Bezirke waren für Rettungskräfte noch unerreichbar. “Wir gehen davon aus, dass Tausende gestorben sind”, sagte der Chef des Krisenzentrums im Gesundheitsministerium, Rustam Pakaya. Österreicher sind nach dem Wissensstand des Außenministeriums in Wien nicht betroffen, wie Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Donnerstag der APA sagte.

Rettungsteams der Armee und des Gesundheitsministeriums waren in der Hafenstadt Padang und benachbarten Städten im Einsatz, um unter den Trümmern von eingestürzten Wohnhäusern, Schulen, Hotels und des zentralen Krankenhauses nach Überlebenden zu suchen. Oft fehlten Räumfahrzeuge, um schwere Betonbrocken zu bewegen.

Ununterbrochen strömten Verletzte ins Krankenhaus von Padang, das zum Teil ebenfalls eingestürzt war. In eilig aufgebauten Zelten wurden Knochenbrüche und Kopfverletzungen behandelt. “Wir haben zu wenig Ärzte und Krankenschwestern”, sagte der Arzt Emilzon angesichts der vielen Verletzten.

In Padang mussten sich Rettungsfahrzeuge mühsam einen Weg durch das Verkehrschaos und Trümmer bahnen, pausenlos ertönten die Sirenen der Krankenwagen. Eine Helferin von World Vision, Enda Balina, berichtete, es gebe keinen Strom, und selbst wenn das Telefon funktioniere, sei die Kommunikation schwierig.

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono rief die Regierung auf, die Opfer mit Hilfe von Flugzeugen und Schiffen zu versorgen, da viele Straßen nur eingeschränkt passierbar waren. Die Regierung in der Hauptstadt Jakarta stellte knapp 18 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung. “Wir haben 200 Ärzte und Krankenschwestern geschickt, acht Tonnen Medikamente, acht Tonnen Babynahrung und Zelte”, sagte der Chef des Krisenzentrums, Pakaya.

Auch in der an Padang grenzenden Bergregion waren die Schäden erheblich. Nach Angaben der Rettungsdienste waren viele Straßen durch Erdrutsche nicht passierbar. “In einem Dorf stehen nur noch fünf Prozent der Häuser.” Aus Angst vor weiteren Erdbeben und einer möglichen Flutwelle verließen viele Menschen die fast eine Million Einwohner zählende Hafenstadt.

Das Erdbeben vom Mittwoch hatte eine Stärke von 7,6 gehabt, das Epizentrum lag nur knapp 50 Kilometer nordwestlich von Padang. Am Donnerstag in der Früh erschütterte ein weiteres Beben der Stärke 6,8 die Region, das Epizentrum lag dieses Mal 150 Kilometer südlich von Padang. Erneut wurden Menschen verletzt und Häuser zerstört.

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