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Tag der Wiener Polizei mit 150-jährigem Jubiläum

Die Wiener Polizei veranstaltet auch 2019 wieder ihren jährlichen "Tag der Wiener Polizei". In diesem Jahr wird das 150-jährige Bestehen gefeiert. Hier das Programm und die Geschichte der Wiener Polizei im Überblick.

Am 21. September 2019 feiert die Wiener Polizei ab 9.30 Uhr und bis 19 Uhr im Rahmen des "Tag der Wiener Polizei" ihr 150-jähriges Jubiläum in der Rossauer Kasserne.

Tag der Wiener Polizei: Das Jubiläumsprogramm

Kinder können sich schminken lassen, ein Phantombild anfertigen lassen oder Vorführungen der WEGA, der Landesverkehrsabteilung und der Polizeidiensthundeeinheit verfolgen.

Um 15 Uhr präsentiert die Wiener Polizei dann anlässlich des 150-jährigen Bestehens historische Uniformen, Sonderausrüstungen und Streifen- und Sonderfahrzeuge in Form einer Parade. Diese startet am Universitätsring und führt über den Rathausplatz, wo im Anschluss eine feierliche Angelobung neuer Polizeianwärter stattfinden wird.

Musikalisch begleitet wird das Event von fünf Polizeimusikkapellen aus ganz Österreich.

Die Geschichte der Wiener Polizei

Mit kaiserlicher Entschließung vom 2. Februar 1869 wird in Wien die k.k. Sicherheitswache als erste moderne Polizeiorganisation eingerichtet. Davor war die Militär-Polizeiwache in Wien für die innere Sicherheit zuständig. Die erste Sicherheitswacheabteilung wird in der Leopoldstadt eingerichtet.

Im März 1872 nimmt das „Institut der k. k. Polizeiagenten in Wien“ die Arbeit auf. Die neuen Polizeiagenten ver-sehen ihren Dienst noch von einer Zentralstelle aus. Nach der Ermordung von zwei Polizeiagenten 1884 erhält die Wiener Sicherheitswache Spitzhelme anstatt der Filzhüte sowie 500 Revolver der Marke „Gasser“ – eine Sonderanfertigung für die Polizei.

1920 erfolgt eine Reform der Sicherheitswache und der Kriminalpolizei: Der Name „Sicherheitswache“ wird auf „Bundessicherheitswache“ geändert. Das Polizeiagentenkorps erhält die Bezeichnung „Kriminalbeamtenkorps“ und die „Polizeiagenten“ werden „Kriminalbeamte“.

Die Zwischenkriegszeit war von Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen politischen Orientierungen geprägt. Es kam immer wieder zu Toten aufgrund des polizeilichen Vorgehens, aber auch zu zahlreichen im Dienst getöteten Polizisten. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich 1938 wird die Bundessicherheitswache in die deutsche Schutzpolizei eingegliedert. Führende Beamte der Wiener Polizei, werden festgenommen, entlassen oder in den Ruhestand geschickt. Viele Polizisten unterstützen aber auch die Machtübernahme der Nationalsozialisten tatkräftig.

Am 13. Juni 1945 übernimmt wieder die Polizeidirektion Wien unter schwierigen Bedingungen und Einschränkungen durch die Besatzungsmächte den Polizeidienst in der Bundeshauptstadt. Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 fallen diese Einschränkungen weg, und die Polizei wird technisch modernisiert. Eine Funkstreifenabteilung mit sechs Kraftfahrzeugen wurde eingeführt. 1964 erhalten auch die Bezirksabteilungen erste Kraftfahrzeuge.

1974 wird das neu errichtete Polizeidirektionsgebäude am Schottenring 7-9 eröffnet, welches seither die Zentrale der Wiener Polizei beherbergt.

2002 wird die Zahl der Bezirkspolizeikommissariate und der Sicherheitswacheabteilungen von 23 auf 14 verringert. Der Kriminaldienst wird neu geordnet. Es gibt auch eine Reform der Sonder- und Spezialeinheiten.

2005 werden Bundessicherheitswache, Bundesgendarmerie, Kriminalbeamtenkorps und Teile der ehemaligen Zollwache neuen, österreichweit einheitlichen „Bundespolizei“ zusammengeführt. Die neue Uniform der „Bundespolizei“ ist dunkelblau.

Heute versehen in Wien ca. 8300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl im Verwaltungsdienst als auch im exekutiven Außendienst ihren Dienst. 1000 Polizeibeamte befinden sich in Ausbildung. Der Wiener Bevölkerung stehen 83 Polizeiinspektionen als polizeiliche Ansprechstellen zur Verfügung.

Die Wiener Polizei verzeichnet pro Jahr ca. 1.200.000 Notrufe. Diese führen zu täglich ca. 1200 Einsätzen. Die Landesleitzentrale der Wiener Polizei betreibt neben der Notrufnummer 133 und dem internationalen Notruf 112 auch einen Gehörlosennotruf, der mehr als hundert Mal im Jahr in Anspruch genommen wird.

LPD Wien

(Red.)

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