Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Syrische Spezialitäten werden in Handarbeit in Berlin hergestellt

Kinda Alswedany hat mit Dimashki Sweets ein neues Geschäftsfeld entdeckt.
Kinda Alswedany hat mit Dimashki Sweets ein neues Geschäftsfeld entdeckt. ©Edith Rhomberg
Kinda Alswedany erzählt auf dem Markt, was die süßen Köstlichkeiten ausmacht.
Dornbirner Markt

Dornbirn. Bis es so weit war, dass Kinda Alswedany syrische Kekse, die in Berlin hergestellt werden, hier auf dem Markt anbieten konnte, ist viel passiert. Inzwischen macht die Mutter von drei Töchtern, die im Jahr 2015 vor dem Krieg flüchtete und zunächst auch ihre eigene Familie in Damaskus zurücklassen musste, einen glücklichen Eindruck. Ihr Marktstand neben dem Roten Haus ist nicht groß, aber die kleinen Delikatessen und Kostproben davon, die auf einem Kuchenteller bereit stehen, fallen auf. Ansprechend ist auch das Design der Karton-Verpackungen, auf denen Zeichnungen syrischer Paläste und Motive aus der ehemaligen Heimat abgebildet sind. „Sie schützen gleichzeitig die delikaten Backwaren vor dem Einfluss von Licht und direkter Wärme“, sagt die 43-Jährige. Die Rezeptur ist einfach, die Herstellung in reiner Handarbeit jedoch ziemlich aufwendig. Mehl, Butter, Zucker und ganz viel Pistazien, Datteln oder Nüsse sind die Zutaten. „Die Pistazien importieren wir direkt aus Aleppo, sie gehören zu den besten der Welt“, versichert die frühere Innenarchitektin. Sie weist darauf hin, dass die Pistazien nicht gehackt werden, sondern als ganze Kerne auf den dünnen Teig gelegt werden.

Neue Pläne

Wer sich vom schnellen Hinsehen piksüße Baklava vorstellt, wird beim Probieren angenehm überrascht. Auf einen Zuckerguss wird bei den Dimashki Sweets verzichtet, die Qualität als 92% biologisch angegeben und die Herstellung übernehmen Spezialisten aus dem orientalischen Raum. „Als Geschenk sind die arabischen Kekse besonders beliebt“, weiß Kinda Alswedany. Ammar Zada, ihr Mann, ist die Mittelsperson zwischen Dornbirn und dem Produktionsstandort Berlin. Gleichzeitig arbeitet er an der Entwicklung neuer Ideen und Rezepten mit.

Kinda Alswedany verrät der VN Heimat, warum sie vor vier Jahren ihr Schicksal selbst in die Hand nahm und Syrien verließ. „In einem Land mit Krieg gibt es keine Zukunft für die Kinder“, begründet sie ihren Entschluss. „Die eigene Motivation ist entscheidend für einen Neustart und wenn man Kinder hat, bedeutet alles andere nichts“, sagt sie. Als schwierig bezeichnet sie die zwei Jahre, die sie in Vorarlberg allein lebte, Deutsch lernte und arbeitete. Die schmerzliche Erfahrung tat weh, aber sie blickte hoffnungsvoll nach vorne. „Die wöchentlichen Termine bei der Caritas waren eine große Hilfe für mich“, zeigt sich die Mutter dankbar für die Unterstützung. Nun, da die Familie wieder vereint ist, scheint das Glück nahezu perfekt. Eine Tochter studiert in Deutschland, Hala, die 16-Jährige, hilft am Samstag auf dem Markt und sie und ihre jüngere Schwester sind Schülerinnen im Sacré Coeur Riedenburg.

Weitere Informationen zu den Produkten unter: info@dimashkisweets.com

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Syrische Spezialitäten werden in Handarbeit in Berlin hergestellt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen