Syrische Armee vermeldet Erfolge gegen Rebellen

Die syrische Armee verzeichnet Erfolge gegen Rebellen.
Die syrische Armee verzeichnet Erfolge gegen Rebellen. ©EPA/STR
Die syrischen Regierungstruppen drängen die Rebellen immer weiter aus der Umgebung der Hauptstadt Damaskus zurück. Nach Oppositionsangaben brachten Soldaten mit Unterstützung der libanesischen Hisbollah-Miliz die Stadt Al-Mleha (Al-Mlayha) am Donnerstag wieder fast vollständig unter ihre Kontrolle. Auch das Staatsfernsehen berichtete von großen Fortschritten beim Armee-Einsatz in dem Ort.
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Viele Rebellen seien getötet worden. Die Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Armee drängt Rebellen zurück

Al-Mleha liegt rund sieben Kilometer vom Stadtzentrum der Hauptstadt entfernt in der Nähe des Flughafens von Damaskus. Die Rebellen kontrollierten die Stadt seit über einem Jahr und beschossen von dort aus Ziele in Damaskus mit Mörsergranaten. Seit Monaten drängen die Truppen von Präsident Bashar al-Assad zusammen mit der Hisbollah (Hizb-Allah) die Aufständischen in der Umgebung von Damaskus immer weiter zurück und haben weite Teile von Zentral-Syrien und das Grenzgebiet zum Libanon wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

In Syrien tobt seit über drei Jahren ein Bürgerkrieg, in dem Hunderttausende Menschen getötet und verletzt wurden. Millionen Syrer sind vor den Kämpfen ins Ausland geflüchtet.

Massensterben in Gefängnissen

Menschenrechtler beklagen unterdessen ein Massensterben in Gefängnissen des Bürgerkriegslands Syrien. Wie die Organisation Human Rights Watch am Donnerstag unter Berufung auf vier Ex-Häftlinge und Schilderungen eines desertierten Soldaten berichtete, starben im Sednaja-Gefängnis bei Damaskus zahlreiche Insassen infolge von Schlägen, Folter, Unterernährung und Krankheiten.

Unzureichende medizinische Versorgung

Die Zellen seien überfüllt, die hygienischen Bedingungen dramatisch und die medizinische Versorgung unzureichend. Es mangle an Nahrung, Heizung und Kühlung funktionierten nicht. Zahlreiche Häftlinge bekämen Hautkrankheiten und Durchfall, verlören massiv an Gewicht.

Laut HRW belegten die Aussagen der 2014 aus der Haft entlassenen Gefangenen die Angaben eines desertierten Soldaten, der Tausende Leichen in Militärkrankenhäuser der Hauptstadt fotografiert hatte. Er habe 55.000 Fotos von geschätzten 11.000 Toten vorgelegt, hieß es.

(APA)

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