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Symphonieorchester Vorarlberg: Wiener Wundergeiger und Wiener Dirigent bei 5. Abo-Konzert

Emmanuel Tjeknavorian
Emmanuel Tjeknavorian ©Uwe Arens
Emmanuel Tjeknavorian gilt international als einer der aufregendsten jungen Geiger. Er spielt am 13. April in Feldkirch und am 14. April in Bregenz das berühmte Violinkonzert von Jean Sibelius. Dirigent der beiden Abende ist der ebenfalls aus Wien stammende Sascha Goetzel.

Mit zwei Jahren begleitete er seinen Vater erstmals auf die Konzertbühne, mit Sieben gab er sein erstes öffentliches Konzert. Über den Status eines Wunderkindes ist Emmanuel Tjeknavorian längst hinaus. Mit Sibelius‘ Violinkonzert hat der mittlerweile 23-Jährige die Welt erobert. Jetzt ist der in Wien geborene Ausnahmemusiker, Sohn einer armenischen Pianistin und eines iranischen Dirigenten, zusammen mit dem Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) zu erleben.

Eine Stradivari

Der Höhepunkt im Programm der beiden Konzertabende vom 13. und 14. April ist jenes zwischen 1903 und 1905 entstandene Violinkonzert des finnischen Komponisten Jean Sibelius, für dessen Interpretation Emmanuel Tjeknavorian ausgezeichnet wurde. Der junge, mehrfach preisgekrönte Geiger erhielt 2018 zudem den „Opus Klassik“ als Nachwuchskünstler des Jahres. Tjeknavorian wird in Feldkirch und Bregenz auf einer Violine des italienischen Geigenbauers Antonio Stradivari aus dem Jahr 1698 spielen.

Auch der Dirigent des fünften Abo-Konzerts kommt aus Wien und hat zahlreiche Konzerte, Opern- und Operettenvorstellungen an renommierten Häusern geleitet. Der Musiker wurde ursprünglich zum Geiger ausgebildet und begann seine Orchesterkarriere in engem Kontakt mit große Dirigenten wie Zubin Mehta oder Riccardo Muti. Als künstlerischer Leiter und Chefdirigent führte er das Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra in den Rang eines internationalen Spitzenensembles.

Märchenoper von Glinka

Neben Sibelius stehen bei den SOV-Produktionen im Montforthaus und im Festspielhaus die Werke zweier russischer Komponisten auf dem Programm. In eine magische Welt mit Zaubergärten, Rittern und Feen entführt Michail Iwanowitsch Glinkas Märchenoper „Ruslan und Ludmilla“. Die Ouvertüre der außerhalb Russlands selten aufgeführten Oper ist ein beliebtes Konzertstück. Die Musik bewegt sich zwischen slawischer Tanzlaune und poesievoller Lyrik.

Als jugendlichen Geniestreich kann man Schostakowitschs Erste Symphonie bezeichnen. Der erst 19-jährige Komponist hat dieses erstaunliche Stück als Diplomarbeit zum Abschluss seiner Studien geschrieben – und in kürzester Zeit zu großem Ruhm geführt. Der große deutsche Dirigent Bruno Walter entdeckte das Werk und führte es in Berlin auf. Alles, was Schostakowitsch auszeichnet, ist schon da in dieser Symphonie: die Lust am Parodistischen, die unverblümte Freude an melodischen Themen und gewagten Harmonien, die nicht zu zertrümmernde Vitalität. Und, hört man genau hin, auch schon eine Ahnung jener grauen Trauer, die sich wenige Jahre danach über das ganze Land senken wird.

 

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