Symantec kämpft gegen Microsoft

Symantec ist eine Kooperation mit Yahoo eingegangen, um die eigene Marktdominanz zu untermauern. Symantec sichert sich den Zugang zu hunderten Mio. Yahoo-Anwendern.

Das Angebot bezieht sich auf die aktuelle Version des Symantec-Flaggschiffs Norton Internet Security, das die umfassendste Schutzlösung im Portfolio darstellt. Yahoo-Anwender mit einem gültigen Account sollen in den USA eine Ermäßigung von 20 Dollar bekommen. Ob das Angebot auch im deutschsprachigen Raum erhältlich sein wird, ist derzeit noch unklar. Darüber hinaus sieht die Kooperation auch einen Norton-Spyware-Scan der Yahoo-Toolbar vor sowie weitere maßgeschneiderte Zusatzangebote für Anwender im Breitband- und Firewallbereich.

An anderer Front intensiviert Symantec ebenfalls seine Abgrenzungsstrategie gegenüber Microsoft. So hat das Unternehmen nun bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage auf schwerwiegende Sicherheitsmängel beim neuen Windows-Betriebssystem Vista hingewiesen. Ortete man in einer ersten Studie http://www.symantec.com/avcenter/reference/ATR-VistaAttackSurface.pdf noch grobe Mängel an der neu implementierten Netzwerktechnologie, da der dafür geschriebene Code noch nicht ausgereift sei, ist nun die geplante Sicherheitsfunktion Benutzerkontenschutz / User Account Control (UAC) an der Reihe.

Laut Microsoft ist das Hauptziel von UAC “die Reduzierung der Angriffsfläche des Betriebssystems”. Der administrative Zugriff bleibt auf autorisierte Prozesse eingeschränkt und soll so Software-Eingriffe verhindern, die sich auf die Stabilität des Computers auswirken können oder den Computer für Malware oder Viren anfällig machen. Symantec zufolge kann diese Sicherheitsmaßnahme über eine entsprechende Hacker-Seite und ein dort platziertes ActiveX-Control-Programm aber einfach umgangen und so das ganze System in fremde Gewalt gebracht werden. Auch der neue Internet Explorer 7, bei dessen Entwicklung Microsoft wiederholt auf den hohen Sicherheitsanspruch hingewiesen hat, erwies sich bei den Tests als williger Komplize.

Während Symantec seit der verstärkten Präsenz Microsofts im Security-Markt keine Gelegenheit auslässt, um die Redmonder auf ihre Sicherheitsdefizite hinzuweisen, reagiert Microsoft bisweilen noch gelassen. “Da die für die Studie verwendeten Vista-Versionen sich noch in der Testphase befinden, sind Schlussfolgerungen noch verfrüht und ohne tatsächliche Substanz”, so die offizielle Stellungnahme.

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